Kawai CA-Serie: Digitalpianos mit Holztastatur

  • Mit den vier Modellen der Kawai CA-Serie bekommt man hochwertige Homepianos im Preissegment zwischen etwa 1.800 und 3.800 Euro.
  • Jedes Modell besitzt Ausstattungsmerkmale von Hybrid Pianos. Unterschiede zwischen den Modellen macht Kawai bei Gehäuseausführung, Lautsprechersystem und Klangerzeugung.
  • Wer ein Digitalpiano der Kawai CA-Serie kauft, darf ein exzellentes Spielgefühl erwarten. Eine Holztastatur mit hochwertiger Hammermechanik bekommt man bereits beim kleinsten Modell CA48.
Die Kawai CA-Serie - hochwertige Homepianos im Preissegment zwischen etwa 1800 und 3800 Euro.
(Bildquelle: Kawai

Wer sich für ein Kawai Digitalpiano der Modellreihe „Concert Artist“ entscheidet, bekommt bereits ab der mittleren Preisklasse ein Instrument mit Qualitätsmerkmalen eines Hybrid Digitalpianos. Selbst beim kleinsten Modell CA48 darf man das luxuriöse Spielgefühl einer Holztastatur genießen, während das Top-Modell CA98 sogar mit einem Transducer-Resonanzboden ausgestattet ist.

… realistisches Spielgefühl, das selbst bei professionellen Pianisten hohe Anerkennung findet.

Bei den Instrumenten der Kawai CA-Serie sollte man sich nicht von ihrem klassischen Homepiano-Design täuschen lassen. Drinnen steckt hochwertige Technik – in elektronischer sowie auch mechanischer Hinsicht. Insbesondere in letzterem Punkt profitieren die Digitalpianos von Kawais langjähriger Erfahrung als traditioneller Hersteller akustischer Flügel und Klaviere.

Kawai CA98 Digitalpiano mit Holztastatur
Das Top-Modell der CA-Serie ist im Design ein klassisches Digitalpiano, aber es bietet Ausstattungsmerkmale eines Hybrid Digitalpianos: Holztastatur mit einer Flügel-ähnlichen Hammermechanik und ein Resonanzboden-System.

Ebony & Ivory – Digitalpiano mit Holztastatur

Mit Ivory-Touch und Holztasten innovierte Kawai bereits Ende der 1990er Jahre den Digitalpiano-Markt. Die Instrumente der CA-Serie waren damals die ersten klassischen Digitalpianos, welche eine Holztastatur vorweisen konnten. Heute weiß man: Wer ein Kawai Digitalpiano kauft, darf ein exzellentes Spielgefühl erwarten. Vor allem trifft dies für die Modelle der CA-Serie zu, denn Kawai entwickelte die CA-Serie weiter und verbesserte mit jeder neuen Generation den Tastatur-Typ, die Hammermechanik und die Sensortechnik.

Aktuell wird bei den beiden größten Modellen CA98 und CA78 eine Grand-Touch-II-Mechanik sowie Holztasten mit synthetischen Ivory & Ebony-Touch-Oberflächen verbaut. Daraus resultiert ein außergewöhnlich realistisches Spielgefühl, das selbst bei professionellen Pianisten aus Jazz und Klassik hohe Anerkennung findet. Bei den kleineren Modellen besitzen die weißen Tasten eine Ivory-Touch-Oberfläche.

Komfortable Bedienung über Touch-Display

An der linken Seite neben der Tastatur befindet sich ein Farbdisplay zur Handhabung aller Funktionen. Es hat nicht nur in etwa die Größe eines Smartphones, es lässt sich auch so bedienen – per Berührung der Display-Oberfläche. Die Menüs sind sehr übersichtlich mit hauptsächlich grafischen Elementen gestaltet, die Bedienung ist kinderleicht.

Kawai CA98 komfortable Bedienung über Touch Display
Das Touch-Bedienfeld ist etwa so groß wie der Bildschirm eines Smartphones und lässt sich ganz ähnlich bedienen.

Hammermechanik & Druckpunktsimulation

Inzwischen verwenden auch andere Hersteller Holztastaturen, aber bei keinem Homepiano in der Preisklasse zwischen knapp unter 2.000 und 4.000 Euro ist das Konstrukt aus Tastatur und Hammermechanik so konsequent umgesetzt wie bei den Digitalpianos der Kawai CA-Serie.

Mehr erfahren: Digitalpianos mit Holztastatur – welche Unterschiede gibt es?

Die Holztastatur allein ist nicht der Grund für das hervorragende Spielgefühl der Kawai CA-Serie, denn auch bei der Hammermechanik macht Kawai einen Unterschied. Es handelt sich hier nicht um eine Mechanik, bei welcher die Hämmer auf platzsparende Weise unterhalb der Tasten „gefaltet“ angeordnet sind. Bei den Kawai Digitalpianos befindet sich die Hammermechanik – ganz wie bei einem Flügel – oberhalb der Tastatur. Die Hämmer werden durch die Tasten nach oben geschleudert.

Die Hammermechaniken bei der Kawai CA-Serie sind nicht ganz so komplex aufgebaut wie bei einem echten Flügel. Aber sie vermitteln eine realistische Tastenführung und Gewichtung beim Spielen, wobei auch Druckpunktsimulation zum Tragen kommt. Dank 3fach-Sensor-System wird jede Nuance der Taste an die Klangerzeugung übertragen. Perfekte Kontrolle im Pianissimo, Repetition und das gezielte Auslösen aus dem Tastenweg heraus – alles das sorgt für das hochwertige Spielgefühl dieser Tastaturen.

hammermechanik-kawai-grand-feel-ii
Bei Hybrid Digitalpianos ist die Hammermechanik fast schon wie bei einem Konzertflügel aufgebaut. Hier die Kawai Grand Feel II Hammermechanik plus Vollholztasten (Bildquelle: Kawai)

HighEnd Piano-Sampling: Progressive HI, HI-XL, SK-EX Rendering

In der aktuellen Kawai CA-Serie findet man drei Generationen der Harmonic-Imaging-Klangerzeugung vor. Grundsätzlich gibt es dabei sehr viele Ähnlichkeiten, aber auch essentielle Unterschiede hinsichtlich der Leistungsmerkmale. Wichtig zu wissen: Bei allen aktuellen Harmonic-Imaging-Typen von Kawai werden die Piano-Sounds aus einem 88-Noten-Sampling gebildet.

Progressive Harmonic Imaging kommt beim kleineren Modell CA48 zum Einsatz. Die Polyphonie beträgt hier 192 Stimmen. Das weiterentwickelte Harmonic Imaging XL findet man bereits beim nächsten Modell, dem CA58, vor. Unterschiede sind hier die Polyphonie (256 Stimmen) und die durchschnittlich 120% größere Aufnahme-Länge des Piano-Sampling. 

Bei den Top-Modellen CA78 und CA98 bildet das Harmonic Imaging XL die Grundlage. Hier kommt aber noch Kawais neuste Entwicklung hinzu: SK-EX Rendering. Dazu unterscheiden diese Pianos zwischen den beiden Funktionsbereichen PIANIST- und SOUND-Modus. Im PIANIST-Modus kommt das SK-EX Rendering zum Einsatz und ermöglicht eine mehrdimensionale Klangsimulation in sehr hoher Auflösung. 

PIANIST-Mode: Piano-Sounds vom Feinsten

Dank Mehrkanaltechnik und hochauflösendem Resonanz-Modeling besitzen die Piano-Sounds des PIANIST-Mode fantastische Ausdrucksmöglichkeiten. Insbesondere die Resonanzen verhelfen den Akustikpiano-Sounds zu einer bisher nicht gekannten Lebhaftigkeit und Transparenz. Die Klänge reagieren auf feinste Nuancen im Anschlag. 

So wie bei einem echten akustischen Klavier, muss man lernen, diese Feinheiten herauszuspielen. Der Mix aus gehaltenen, pedalisierten und akzentuierten Tönen erzeugen im polyphonen Spiel den akustischen Zusammenhang über die Saitenresonanzen. Die Mehrkanal-Aufnahmetechnik steuert den Piano-Sounds dann noch die räumliche Qualität bei, sodass ein Jazzpiano authentisch nach der Closed-Mikrofonierung einer Studio-Aufnahme klingt und ein Klassik-Piano die konzertante Weite bekommt. Perfekt!

Virtual Technician – Piano-Tuning eingebaut

Darüber hinaus lassen sich die Akustikpiano-Sounds mit dem Virtual Technician nach individuellen  Vorstellungen gestalten, wobei man Klangdetails wie Saitenresonanz, Damper-Noise, Key-Off-Effekt einstellen und per Intonation auf das grundlegende Klangverhalten Einfluss nehmen kann. Mal eine getragene Klavierbegleitung bei geschlossenem Flügeldeckel, dann ein spritziges Jazz-Solo mit konturierten Akzenten – alles kein Problem mit diesen flexiblen Piano-Sounds. Dies ist tatsächlich ein herausragendes Feature der Kawai Digitalpianos.

Die komfortable Bedienung der Virtual Technician-Funktionen ist mittels der gleichnamigen iPad-App bislang nur bei den Kawai CA-Modellen verfügbar, die ohne das Touch-Display auskommen – also CA48 und CA58. Die Top-Modelle CA78 und CA98 lassen sich per Bluetooth mit Tablets und Smartphones koppeln, etwa für Bluetooth-MIDI- oder Bluetooth-Audio-Anwendungen. Die Klangeditierung erfolgt ausschließlich über das eingebaute Touch-Display. Dies trifft übrigens auch für das Kawai Novus NV10 Hybrid Digitalpiano zu.

kawai-virtual-technician-app
Der Virtual Technician von Kawai als Tablet-App

Hochwertiges Soundsystem

Jeder Tontechniker weiß: Die gesamte Klangqualität ist nicht besser als das schwächste Glied der Signalkette. Damit die tollen Sounds der Kawai Digitalpianos ihr Klangpotenzial voll entwickeln können, setzt man auf hochwertige Klangkomponenten bis hin zum Lautsprechersystem. Besonders gilt dies für die beiden großen Modelle CA78 und CA98. 

Hier verbaut Kawai ein Soundsystem, das in Kooperation mit dem High-End-Audio Spezialisten Onkyo speziell für die Wiedergabe von Digitalpianos entwickelt wurde. Beim Topmodell CA98 setzt sich das Klangerleben bis in die Fingerspitzen fort. Die über das Transducer-System übertragenen Gehäusevibrationen lassen einen die Schwingungen des Klangs spüren – wie bei einem echten Flügel.

Transducer Resonanzboden

Damit hat Kawai ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Kein anderer Hersteller verbaut akustische Resonanzböden in Digitalpianos. Das Topmodell CA98 darf man aufgrund dieses Details auch als vollwertiges Hybrid Digitalpiano betrachten. An die Stelle von Saiten und Steg treten hier Transducer, welche die Schwingungen der elektronischen Klangerzeugung mechanisch auf den Resonanzboden übertragen.

Mit dem Resonanzboden-System meistert Kawai ein grundsätzliches Problem von Digitalpianos, denn das komplexe Klangverhalten eines echten Resonanzbodens lässt sich selbst mit dem aufwendigsten Lautsprecher-System nur schwer simulieren. Die Klangabstrahlung verläuft bei einem Lautsprecher grundsätzlich in eine Richtung, während ein Resonanzboden omnidirektional arbeitet. Entsprechend räumlich wirkt der Sound des CA98 im Vergleich zu jedem Digitalpiano mit herkömmlichem Lautsprechersystem.

Kawai CA-98 Rückseite mit Transducer Resonanzboden
In die Rückseite des Kawai CA98 integriert ist ein akustischer Resonanzboden. Per Transducer-Technik wird der Resonanzboden zum Lautsprecher.

Lernfunktionen eingebaut

Alle Modelle der Kawai CA-Serie sind mit Funktionen ausgestattet, die beim Klavierlernen und Üben hilfreich sind. Dies sind zunächst Metronom und Recorder, wobei letzterer die MIDI- und Audio-Aufnahme ermöglicht. Man kann direkt auf einen USB-Stick aufnehmen, um die WAV oder MP3-Dateien z.B. im Audio-PC zu nutzen. Fest eingespeichert findet man 29 Musikstücke aus der Klavierliteratur mit Etüden, Fingerübungen und Klassikern von Czerny, Burgmüller, Bach etc. 

Klavierspielen erleben mit Concert Magic

Außerdem gibt es die Concert-Magic-Funktion mit ca. 170 eingespeicherten Musikstücken. Concert Magic könnte man auch als Lernfunktion bezeichnen, setzt im pianistischen Werdegang aber ganz vorne an: Damit können absolute Anfänger die ersten Töne an einem Digitalpiano erleben – und zwar mit perfektem Sound. 

Die Concert-Magic-Songs werden professionell intoniert vom Sequenzer abgespielt, die korrekte Fluss der Musik hängt aber vom Input der Tastatur ab. Dazu muss man nicht die richtigen Tasten spielen oder Noten lesen können: Ein Finger genügt, nur die Rhythmik muss stimmen. Eine clevere Möglichkeit, den ersten Kontakt zur Musik herzustellen.

Die Modelle der Kawai CA-Serie im Test

Wer beim Kauf eines Mittelklasse-Homepianos ein Digitalpiano mit Holztastatur will, kommt an der Kawai CA-Serie nicht vorbei. Bereits das kleinste Modell ist mit hochwertigen Holztasten und Hammermechanik ausgestattet – das ist in der Preisklasse um 1.800 Euro ohne jede Konkurrenz. Ebenso einzigartig das Topmodell CA98 mit seinem akustischen Resonanzboden. Der klassische Digitalpiano-Look täuscht: Jedes Modell der Kawai CA-Serie ist ein Hybrid Digitalpiano!

Testberichte, die im Detail auf die Ausstattung eingehen, findest du in der Übersicht. In den Testberichten geht es vor allem darum, die Unterschiede zwischen den Modellen in Klang- und Spielverhalten einzuschätzen. 

1
Kawai CA48
Den Einstieg in die Hybridklasse macht Kawai schon unter 2000 Euro möglich mit dem Modell CA-48: Digitalpiano mit Holztastatur und Harmonic Imaging XL. Hier den Testbericht zum Kawai CA48 lesen.
Kawai CA48 - Einstieg in die Hybridklasse für unter 2000 Euro
2
Kawai CA58
Bei der Tastatur identisch mit dem kleineren CA48, aber mehr Power bei Lautsprecher-System und Klangerzeugung. Hier den Testbericht zum Kawai CA58 lesen.
Kawai CA58 - Digitalpiano mit Holztastatur
3
Kawai CA78
Einstieg in die Oberklasse der Digitalpianos. Das CA78 ist in puncto Holztastatur, Hammermechanik und Funktionsumfang  dem Top-Modell CA98 ebenbürtig.
Kawai CA78 - Einstieg in die Digitalpiano-Oberklasse
4
Kawai CA98
Fast identisch in der Ausstattung mit dem CA78 bietet das CA98 als Alleinstellungsmerkmal das integrierte Transducer-Resonanzbodensystem. Hier den Testbericht lesen.
Kawai CA98 - Topmodell der CA-Serie mit integriertem Resonanzboden-System

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