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Kaufberatung: Digitalpiano für Fortgeschrittene und Einsteiger

  • Digitalpianos für Fortgeschrittene gibt es bereits im Preisbereich zwischen 1000 und 2000 Euro – mit teils sehr unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen.
  • In Video-Tests zeigen wir verschiedene Möglichkeiten auf und  bewerten Klang und Spieleigenschaften.
  • Schau dir auch die Testberichte zu den Digitalpianos auf PIANOO.de oder auch als Video-Beitrag auf YouTube an.
Digitalpiano für Fortgeschrittene und Einsteiger - Kauberatung

Von einem Digitalpiano für Fortgeschrittene darf man mehr erwarten als von preiswerteren Anfänger-E-Pianos. In der Preisklasse zwischen 1.000 und 2.000 Euro haben wir uns Homepianos und Portable Pianos angeschaut, welche auch als gehobene Einsteiger-Klasse viel Leistung und umfangreiche Ausstattung bieten. Auf welche Details kommt es bei diesen Instrumenten an?

Welche Instrumente sind für den Klavierunterricht empfehlenswert? Ist ein Homepiano besser geeignet als ein Portable Piano und welche Unterschiede gibt es hier? Um diesen Fragen nachzugehen, führen wir unsere Video-Testreihe fort und haben auch wieder den Klavierlehrer und Jazzpianist Yacine Khorchi gewinnen können, der die Instrumente mit verschiedenen Musikbeispielen anspielt. So kannst du dir klanglich ein gutes Bild von den Instrumenten machen.

Yacine Khorchi - Klavierlehrer von music2me
Yacine Khorchi ist Klavierlehrer und ausgebildeter Jazzpianist. Besonders interessierte uns bei der Testreihe, wie er ein Digitalpiano in Klang und Spielgefühl bewertet.

Digitalpianos testen mit Klavierlehrer Yacine Khorchi

Yacine Khorchi –  der studierte Jazzpianist betreibt als Klavierlehrer das eLearning-Portal music2me.de. Egal, ob Einsteiger oder Fortgeschrittene – eine immer wieder an Yacine gestellte Frage betrifft die Anschaffung des Digitalpianos. Im Vergleich zu den Anfänger-Instrumenten unserer letzten Teststaffel schraubt Yacine die Ansprüche bei den Instrumenten in der Klasse zwischen 1000 und 2000 Euro schon deutlich höher. Dennoch stellt er auch hier als primäre Qualitätsmerkmale das Spielgefühl der Tastatur und den Klavierklang in der Vordergrund. 

Mehr über die Lerninhalte von music2me erfahren.

„Schon die Digitalpianos für Anfänger in der vorigen Staffel waren gute Instrumente“, klärt Yacine auf. „Aber bei den Digitalpianos in dieser Staffel bekommt man deutlich mehr Ausdrucksmöglichkeiten geboten, was sowohl die Spielbarkeit als auch die Klangdynamik betrifft. Wir haben uns bei den Tests nicht lange an den Zusatzklängen aufgehalten, sondern hauptsächlich mit den Piano-Sounds beschäftigt, die du in den Videos in Form von Beispielen hören kannst.“

Digitalpianos für Fortgeschrittene: Testberichte und Video-Test

In der Testreihe haben wir uns verschiedene Modelle ausgewählt, um die Bandbreite im Preisbereich zwischen 1000 und 2000 Euro zu zeigen. Dabei sollten vor allem auch die beiden Konzepte Homepiano und Portable Piano berücksichtigt werden. Denn beide Digitalpiano-Typen haben spezielle Vorteile nicht nur in der Art der Anwendung, sondern auch hinsichtlich der Ausstattung. Hier eine Übersicht der Testkandidaten:

Yamaha Arius YDP-164 - Homepiano (nicht nur) für Einsteiger
Das günstigste Instrument in der Einsteiger-Klasse ist das Yamaha YDP-164, das in Tastatur und Klang aber auch für Fortgeschrittene durchaus interessant ist. Hier den Testbericht lesen. Hier den Video-Test anschauen.
Yamaha Arius YDP-164-icon-front
Kawai CN39 - Homepiano
Als Topmodell der CN-Serie bietet das Kawai CN39 eine umfangreiche Ausstattung mit komfortabler Bedienung und hoher Polyphonie-Leistung. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
Kawai CN39-icon-front
Yamaha Clavinova CLP-635 - Homepiano
Mit flexiblen Piano-Sounds und der 256fach polyphonen Klangerzeugung profitiert das CLP-635 von den Features der Top-Clavinovas. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
Yamaha Clavinova CLP-635
Kawai CA48 - Homepiano mit Holztastatur
Fantastisches Spielgefühl: Das einzige Homepiano mit echten Holztasten für unter 2000 Euro. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
Kawai CA48 - Digitalpiano mit Holztastatur
GEWA UP 380 G - das mit dem Steinway-Sound
Beim Piano-Sampling hebt sich das GEWA UP 380 G durch einen eigenständigen und lebhaften Klavierklang ab. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
GEWA UP-380 G-icon
Yamaha P-515 - Portable Piano
Clavinova-Technik als Portable Piano – wer eine noch bessere Tastatur für unter 2000 Euro haben will, sollte sich das P-515 anschauen. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
Yamaha P-515 - Portable Piano
Roland FP-90 - Portable Piano
Stagepiano mit eingebauten Lautsprechern und tollen Live-Features. Hier den Testbericht lesen. Hier geht’s zum Video-Test.
Roland FP-90 - Portable Piano

Klangdetails: Wie entsteht der Klang in einem Digitalpiano?

Bereits ab der Mittelklasse statten die Hersteller Digitalpianos mit sehr leistungsfähigen Klangerzeugungen aus. Das betrifft gar nicht mal allein die Polyphonie-Leistung, sondern vor allem auch die Simulationsdetails: Saitenresonanzen, Key-Off-Effekt, Halb-Pedal, Damper Noise usw. Je besser diese Bestandteile dynamisch den Klang bilden, desto besser und realistischer lässt sich ein Digitalpiano-Sound spielen. Begleitend zu den Test-Videos zeigen wir in einem extra Beitrag, wie die Klangelemente interagieren und warum diese wichtig sind. 

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Welche Details haben Digitalpianos für Fortgeschrittene gemeinsam?

Die hier getesteten Instrumente befinden sich im mittleren Preisbereich zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Wir haben dieses Preissegment gewählt, um möglichst verschiedene Konzepte zu zeigen – Homepiano und Portable Piano: Vom Einsteiger-Instrument etwas oberhalb von 1.000 Euro bis hin zum Digitalpiano mit echter Holztastatur oder dem Portable Piano mit umfangreicher Funktionalität bei Fokus auf den Live-Einsatz.

Gemeinsamkeiten für alle Instrumente sind leistungsstarke Klangerzeugungen mit einer Polyphonie zwischen 192 und 256 Stimmen. Die Pianoklänge sowie deren Auswahl sind auf hohem Niveau. Hier profitieren mehr oder weniger alle Test-Instrumente von den jeweiligen Top-Modellen. Auch für die Tastaturen gilt dies, selbst wenn hier nicht die Oberklasse-Qualität erreicht wird. Hammermechanik mit graduierter Gewichtung, Ivory/Ebony-Touch findet sich selbst beim preiswertesten Digitalpiano der Reihe, dem Yamaha Arius YDP-164. Für eine Tastatur mit Druckpunktsimulation muss man dann aber schon etwas mehr investieren.

Digitalpiano für Fortgeschrittene: Kawai CN37 Homepiano

Portable Pianos für Fortgeschrittene

Ein kompaktes Piano für zuhause und unterwegs – mit einem Portable Piano ist man auf jeden Fall flexibler. Aber es gibt noch einen anderen interessanten Aspekt. Mit Einsparung aufseiten von Gehäuse und Lautsprechersystem liegt meistens die Tastatur, manchmal auch die Klangerzeugung auf höherem Niveau. Vergleicht man z.B. die beiden Yamaha Modelle in unserer Testreihe, dann bekommt man mit dem Yamaha P-515 die eindeutig bessere Tastatur als beim CLP-635. Auch das Roland FP-90 setzt ganz ähnliche Akzente.

Digitalpiano für Fortgeschrittene - Klangbeispiele
Die Klangbeispiele wurden über Line-Out abgenommen und über Mikrofone akustisch aufgenommen. Erkennbar an den Symbolen Klinkenstecker und Lautsprecher.

Digitalpiano mit Piano-App spielen

Diesen Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Denn auch wenn mehr oder weniger für die meisten Digitalpianos inzwischen eine App angeboten wird, so weisen diese große Unterschiede in den Anwendungsmöglichkeiten auf. 

An der Spitze steht hier eindeutig die Yamaha Smart-Pianist-App. Damit lassen sich (fast) alle Funktionen des Digitalpianos komfortabel per Tablet (Android/iOS) bedienen inklusive der zahlreichen Klangdetails (Piano Room, Virtual Resonance Modeling etc.). Und es gibt fantastische musikalische Anwendungen im Song-Mode, mit dem sich ganz einfach Leadsheets selber erstellen lassen. Unter allen angebotenen Piano-Apps ist das einzigartig.

Ganz so weit geht es bei der Piano Partner App von Roland nicht, aber auch hier hat man die Funktionen des Digitalpianos per Tablet gut im Griff: Sounds anwählen, Layer-Sounds zusammenstellen – das ist alles sehr einfach. Außerdem gibt es Lernfunktionen, Begleitautomatik und Recorder. Beim Virtual Technician von Kawai gibt der Name die primäre Anwendung bereits an: Die App dient zum Editieren der Piano-Sounds.

Fazit: Gute Qualität für jedes Budget

Ein weit gefasstes Resümee für diese Testreihe. Tatsächlich sind die getesteten Digitalpianos zwischen 1000 und 2000 Euro auf einem hohen Qualitätsniveau. Dabei konnte selbst das Yamaha Arius YDP-164 als das günstigste Instrument der Testreihe in einigen Belangen überzeugen. Eine Tastatur mit Ebony- und Ivory-Decklagen vermutet man in der Einsteigerklasse nicht unbedingt. Wer eine noch besserer Tastatur mit Druckpunktsimulation haben möchte, ist beim Kawai CN39, das außerdem in puncto Piano-Sounds und Ausstattung deutlich mehr zu bieten hat. Mit dem Merkmal Holztastatur sticht das Kawai CA48 aus der gesamten Testreihe hervor: Ein Hybrid Digitalpiano für knapp unter 2000 Euro!

Im oberen Preisbereich der Testreihe liegt auch das Yamaha CLP-635. Es profitiert von den Features der Top-Clavinova-Modelle und hat in Sachen Klangerzeugung etwas mehr drauf als das etwa preisgleiche CA48. Es kann aber beim Spielgefühl der Tastatur nicht mit dem Kawai Instrument mithalten. Eine bessere Tastatur bekommt man für unter 2000 Euro beim Yamaha P-515.  Als Portable Piano ist das P-515 in Sachen Klangerzeugung im Prinzip ein Clavinova. Bei allen Yamaha Clavinovas herausragend, so auch beim P-515, ist die Anbindung der „Smart Pianist“-App. Unter den Homepianos kann sich das GEWA UP 380 G mit dem authentischen Sound eines Steinway-Flügels behaupten.

Auch das Roland FP-90 hinterließ einen guten Eindruck: Modernes Design und gute Sounds sowie eine hochwertige Tastatur, die ansonsten nur in den Top-Digitalpianos von Roland verbaut wird. Außerdem gefiel uns hier bei vielen Details die konsequente Ausrichtung auf den Live-Einsatz.

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