Test: GEWA DP 300 G & DP 340 G - Einsteiger-Digitalpianos
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Test: GEWA DP 300G & DP 340G – Einsteiger-Digitalpianos

  • DP 300 G und DP 340 G sind die Einsteiger-Modelle der GEWA Piano-Serie. 
  • Im Preissegment um 1.000 Euro bieten beide Instrumente eine umfangreiche Ausstattung und gute Verarbeitung.
  • Besonderheit: In der Klangerzeugung und im Klavierklang sind die Einsteiger-Pianos identisch mit den Top-Modellen der GEWA Pianos.
GEWA DP 300 G und DP 340 G - Einsteiger-Digitalpianos
(Bildquelle: GEWA)

Das GEWA DP 300 G und das DP 340 G sind die Einsteiger-Modelle der aktuellen Homepiano-Serie des deutschen Herstellers GEWA. Als solide Digitalpianos zum kleinen Preis profitieren die „Kleinen“ von der hohen Polyphonie-Leistung und dem aufwendig gesampelten Steinway-Flügel der großen GEWA-Pianos.

Mit 256-facher Polyphonie können die beiden Modelle DP 300 und DP 340 G in der Preisklasse um 1.000 Euro wahrlich glänzen. Im Grunde fallen hier viele Ausstattungsmerkmale der weitaus teureren GEWA-Modelle ins Gewicht, die das DP 300 und das DP 340 um einen tollen Klavierklang mit Saitenresonanzen und allem Drum und Dran beerben.

>>>Die GEWA-Piano-Serie im Überblick.

Homepianos mit solider Verarbeitung 

Das GEWA DP 300 G entspricht dem klassischen Homepiano-Design, während das GEWA DP 340 G etwas moderner und luftiger wirkt. Beide Pianos sind mit einer Tastaturabdeckung ausgestattet, die sich ins Gehäuseinnere schieben lässt. In Sachen Verarbeitung gibt’s hier nichts zu meckern und der Aufbau ist mit wenigen Handgriffen erledigt. 

Das GEWA DP 340 G ist etwas anders konstruiert und kann auch als Portable Piano genutzt werden. Dafür müssen an den Seiten nur jeweils zwei Schrauben entfernt werden, und schon lässt sich das Piano aus dem Stativ heben. Dank zusätzlicher Klinkenbuchse für den Anschluss eines externen Sustain-Pedals steht dem mobilen Einsatz nichts entgegen. Das DP 340 G mag für diesen mobilen Zweck eigentlich nicht konzipiert sein – schön aber, dass diese Möglichkeit grundsätzlich besteht.

Hammermechanik-Tastaturen inklusive

Standard in dieser Preisklasse sind graduiert gewichtete Tastaturen mit Hammermechanik, welche die Einsteiger-Pianos von GEWA auch mitbringen. In diesem Punkt sind das GEWA DP 300 G und das DP 340 G identisch ausgestattet mit einer Grand Touch Klaviatur (TP40/M) des italienischen Herstellers Fatar. Die Tastatur zählt vielleicht nicht zum Besten, was das Einsteigersegment um 1.000 Euro zu bieten hat, aber die Tasten machen ihren Job wirklich gut und übersetzen das anschlagdynamische Spiel exakt. Sie vermitteln dabei ein eher leichtgängiges Spielgefühl – optimal also für Anfänger und Einsteiger.

GEWA DP 300 G Tastatur von Fatar
Sowohl das GEWA DP 300 G als auch das DP 340 G ist mit einer Fatar TP40/M Hammermechanik-Tastatur ausgestattet. Die Kunststofftasten spielen sich leicht und griffig. Auf Wunsch kann das Anschlagverhalten angepasst werden.

Steinway-Flügel als Klavierklang

Den aufwendig gesampelten Steinway-Konzertflügel der großen GEWA-Pianos findet man auch bei den Einsteiger-Modellen DP 300 G und DP 340 G. Es handelt sich dabei wohlgemerkt nicht um eine Downsize-Version. GEWA verbaut auf gesamter Linie eine identische Klangerzeugung, welche sowohl Damper Resonance als auch Sympathetic Resonance berücksichtigt.

Der Piano-Sound vermittelt den Klang eines großen brillanten Konzertflügels, den das eingebaute Lautsprechersystem aber nicht in der angemessenen Größe übertragen kann. Man sollte nicht vergessen, dass man es hier mit Einsteiger-Instrumenten zu tun hat. Dennoch: Über Kopfhörer darf man einen tollen Klavierklang genießen, der sich dynamisch nuanciert spielen lässt.

Zusätzliche Sounds

In der Anzahl der Sounds unterschieden sich die beiden Modelle: Das GEWA DP 300 G bietet insgesamt 15 Sounds, während es 20 beim DP 340 G sind. Im Vordergrund stehen freilich die Pianoklänge. Das Akustik-Piano steht dabei in drei Varianten zur Auswahl, aber es gibt auch Harpsichord und drei E-Pianos. Die Strings erzeugen einen transparenten Ensemble-Sound, schön vor allem auch in Kombination mit einem der Pianoklänge. 

Mit Choir, Synthpad, Organ, Clavinet und Vibraphone hat man alle typischen Digitalpiano-Sounds an Bord. Darüber hinaus sind beim GEWA DP 340 das Akustikpiano und E-Piano mit jeweils vier Variationen vertreten. Außerdem gibt’s noch Akkordeon und Gitarre. 

Digitalpiano-Funktionen und Handhabung

Das Bedienfeld links neben der Tastatur ist bei beiden Modellen gleich aufgebaut. Die Anzeige über das kleine Display fällt zwar etwas kryptisch aus, aber dank der vorhandenen Bedienelemente kommt man ganz ohne Tastenkombinationen aus, wie es sooft bei Einsteiger-Digitalpianos vorkommt.

So kann man schnell und komfortabel Funktionen wie Metronom, Reverb- und Chorus-Effekte bedienen, Klangkombinationen einstellen und darüber hinaus Settings wie Transponierung, Pedalverhalten bei Dualklängen, MIDI-Kanal, Local off, Line-In-Volume etc. vornehmen. Ebenso lässt sich das Anschlagverhalten der Tastatur anpassen. 

An Funktionalität bekommt man hier viel geboten, sogar die Sympathetic und Damper Resonance lassen sich getrennt in der Intensität justieren – das ist bei Pianos im Einsteiger-Segment schon eine Seltenheit. Selbstverständlich ist auch ein einfacher Recorder an Bord.

Fazit: Solide Einsteiger-Pianos mit viel Funktionalität

Die beiden Einsteiger-Modelle der GEWA-Pianos bieten mehr Funktionalität als man auf den ersten Blick vermuten würde. Eine Besonderheit ist die leistungsstarke Klangerzeugung. Aufgrund der Unterschiede in Lautsprechersystem und Tastatur spielen sich die „Kleinen“ schon anders als die großen Modelle, dennoch darf man zumindest beim Spielen über Kopfhörer denselben hochauflösenden Steinway-Sound erleben wie man ihn selbst im Top-Modell UP 400 G vorfindet. Auch die Polyphonie ist mit 256 Stimmen gleich. Unterm Strich bekommt man hier viel Leistung zum Einsteiger-Preis.

GEWA DP 300 G / DP 340 G – Übersicht

Erhältlich seit: 08.2018
Tastatur: Grand Touch (Fatar TP40/M)
Polyphonie: 256 Stimmen
Sounds: 15 (GEWA DP 300 G) bzw. 20 (GEWA DP 340 G)
Hersteller/Vertrieb: GEWA 

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