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Test: Thomann DP-51 – günstiges Digitalpiano mit Extras

  • Als Homepiano zum kleinen Preis bietet das Thomann DP-51 Ausstattungsdetails, die man in der Einsteiger-Klasse nicht vermuten würde.
  • Mit Ivory-Feel-Tastatur und ansprechendem Klavierklang ist das Thomann DP-51 ein günstiges Digitalpiano für Anfänger, die auch auf klassisches Homepiano-Design Wert legen.
  • Das Instrument ist in den Ausführungen matt schwarz sowie Hochglanz poliert in schwarz oder weiß erhältlich. 
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Das Thomann DP-51 ist ein klassisches Homepiano. Im Preis/Leistungsverhältnis als günstiges Digitalpiano für Anfänger einzustufen bietet es Ausstattungsmerkmale, die man eigentlich in weitaus höheren Preisregionen erwarten würde. Hammermechanik-Tastatur mit Ivory-Feel und ein großes Gehäuse mit Hochglanz-Finish für deutlich weniger als 1000 Euro – ja, taugt das denn überhaupt was?

Wie bereits andere Digitalpianos der Budget-Klasse lässt Thomann auch das DP-51 in Asien fertigen, was eine für den Kunden äußerst attraktive Preisgestaltung erlaubt. Wer gar zum Gehäuse in matt schwarz greift, kann noch mal Geld sparen. Die Hochglanz-Version – erhältlich übrigens in schwarz und weiß – ist natürlich ein echter Hingucker. Ein umfangreich ausgestattetes Gehäuse, Notenhalterung, Tastaturabdeckung, 3fach-Pedaleinheit, kräftiges Lautsprechersystem – solch ein schmuckes Digitalpiano möchte man sich doch gerne ins Wohnzimmer stellen.

Tastatur mit Ivory-Feel

Die gewichtete 88er Hammermechanik-Tastatur spielt sich recht komfortabel, was nicht zuletzt auch an der Ivory-Feel-Oberfläche der weißen Tasten liegt. Damit wären wir schon beim ersten Extra des Thomann DP-51, denn eine Ivory-Feel-Tastatur bei einem Digitalpiano dieser Baugröße bekommt man erst in deutlich höherer Preisregion.

Das Spielgefühl der Tastatur ist dann nicht gleich wie bei einem 2000-Euro-Digitalpiano, aber es spielt sich gut damit. Die Tasten fühlen sich griffig an, und die Hammer-Action erlaubt eine gute Kontrolle der Anschlagdynamik. Dabei arbeitet die Tastatur leichtgängig, was Anfängern am Digitalpiano entgegenkommt.

Piano-Sound im Fokus

Das Thomann DP-51 besitzt eine 128fach polyphone Klangerzeugung, was für den stereo gesampelten Klavierklang angemessen ist. Auf diesen Sound sollte man auch sein Augenmerk legen, denn die restlichen der insgesamt 40 Sounds fallen qualitativ etwas ab. Der akustische Piano-Sound sticht in der Qualität geradezu heraus.

Im Tonumfang ausgewogen und authentisch.

Das Thomann DP-51 produziert einen brillanten Klavierklang, der auch in der Anschlagdynamik sauber umgesetzt wird. Nur selten lassen sich Dynamiksprünge feststellen, die im Zusammenspiel nicht weiter auffallen. Moderne Klangdetails wie z.B. Sympathetic Resonance oder Key-off-Effekt beherrscht das DP-51 nicht – das wäre bei dem günstigen Preis auch nicht anders zu erwarten. Wichtig aber: Der Tonumfang klingt insgesamt ausgewogen und authentisch – für ein Digitalpiano für Anfänger ist das mehr als ausreichend.

Über Kopfhörer gespielt entsteht ein schönes breites Klangbild, das noch von Reverb-Effekten unterstützt wird. Aber auch über das interne Lautsprechersystem gespielt weiß der Piano-Sound des Thomann DP-51 zu gefallen. Mit 2 x 15 Watt hat das Piano genug Reserven, um bei Zimmerlautstärke einen vollen und sauberen Klang zu erzeugen.

Piano spielen mit dem DP-51

Digitale Klangerzeugungen bieten vielfältige Möglichkeiten, um die Klänge über die Tasten zu spielen. Das Thomann DP-51 hat davon eine ganze Menge zu bieten – da kann man fast durcheinander kommen. Aber alles der Reihe nach:

  • DUAL: Mit dieser Funktion kann man zwei Klänge gleichzeitig spielen, welche gleichberechtigt übereinander gelegt werden – sehr schön, um Klangkombinationen aus den vorhandenen 40 Sounds selber zu finden wie z.B. Klavier plus E-Piano oder Church Organ plus Strings. Die Zusatz-Sounds machen dabei ihren Job ganz gut.
  • SPLIT: Diese Funktion findet man spontan nicht über das Bedienfeld – es gibt sie aber! Man drückt auf den Taster LOWER, und – Simsalabim – die Tastatur teilt sich in zwei Bereiche. Jetzt kann man zwei unterschiedliche Sounds gleichzeitig spielen – z.B. links einen Bassgitarren-Klang, rechts den Klavierklang.
  • TWINOVA: Es handelt sich hier auch um eine Split-Funktion, aber in leicht modifizierter Form. Das Wörtchen „Twin“ (Zwilling) deutet es an – hier wird der angewählte Klang in zwei gleich transponierte Bereiche geteilt – praktisch für das vierhändige Spiel im Klavierunterricht.
  • DUET: Auch hier ist die Grundlage eine Split-Funktion. In Abhängigkeit der links gespielten Akkorde, erzeugt die DUET-Funktion passende Intervall-Töne zur Melodie, die man in der rechten Hand spielt. Sehr clever. Das klingt nicht nur schön und voll, sondern hilft auch Anfängern dabei, ein musikalisches Gehör für das mehrstimmige Spiel zu entwickeln.

Sequenzer, Recorder, Metronom

Zum Üben und Mitspielen sind 60 Songs im Gerät gespeichert, welche sich mit dem Sequenzer in beliebigem Tempo abspielen lassen. Ebenso ist es möglich, über die RECORD-Funktion eigene Musikstücke aufzunehmen, beispielsweise um Etüden zur eigenen Kontrolle aufzunehmen. Eine Metronom-Funktion ist selbstverständlich auch vorhanden.

Arranger – Klavier spielen mit Begleitung

Klavier üben mit dem Metronom ist langweilig? Kein Problem – denn das Thomann DP-51 ist ein Digitalpiano mit Arranger-Funktion. Die integrierte Begleitautomatik wird über die Akkorde gesteuert, welche man über die Tastatur spielt. Auch hier arbeitet das DP-51 im SPLIT-Modus: Die Akkorde zur Kontrolle der im Arranger erzeugten Begleitung werden dabei im linken Bereich der Tastatur gespielt. 

Zu schade, dass es zur Steuerung der Begleitung keine PIANIST-Funktion gibt.

Im Prinzip funktioniert das Ganze wie bei einem Portable Keyboard. Zu schade, dass es zur Steuerung der Begleitung keine PIANIST-Funktion gibt, bei welche die Akkorde aus dem gesamten Tastaturbereich ermittelt werden. Das würde viel besser zu einem Digitalpiano wie dem Thomann DP-51 passen.

Fazit: Hochglanz und Ivory für kleines Geld

Alle Achtung! Was man vom Thomann DP-51 alles zum Budget-Preis bekommt, kann sich sehen und hören lassen. Zwar sind im Vergleich mit teureren, aber in der Ausstattung ähnlichen Digitalpianos der Marken-Hersteller ein paar Abstriche zu machen. Aber unterm Strich stimmt die Qualität bei den Kriterien, auf die es bei einem guten Homepiano ankommt: Ein angenehmes Spielgefühl dank Hammermechanik-Tastatur mit Ivory-Feel-Oberfläche sowie ein schöner Klavierklang. 

Wer die Schwerpunkte bei Tastatur und Piano-Sound macht und außerdem auf klassisches Homepiano-Design Wert legt, sollte sich das Thomann DP-51 genau anschauen. Ein umfangreich ausgestattetes Hochglanz poliertes Gehäuse für den Preis – das ist absolut top!

Digitalpiano für Anfänger: Thomann DP-51 im Video-Test 

In dieser Preisklasse bekommt man ansonsten deutlich kleinere Digitalpianos. Aus diesem Grund haben wir das Thomann DP-51 auch in unsere Testreihe „Digitalpiano für Anfänger“ aufgenommen. Aber Design ist nicht alles: Interessiert hat uns hier vor allem, ob sich das Thomann DP-51 auch in puncto Spiel- und Klangeigenschaften behaupten kann.

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Thomann DP-51 – Überblick

Erhältlich seit: 08.2017
Tastatur: 88er Hammermechanik mit Ivory Feel
Polyphonie: 128 Stimmen
Besonderheiten: Vielfältige Tastatur-Modi (Layer, Split…), Arranger-Funktion
Hersteller/Vertrieb: Thomann 

Jörg Sunderkötter

Ein umfangreich ausgestattetes Hochglanz poliertes Gehäuse für den Preis - das ist absolut top!

DP-51 B :   619,00 €

ZUM ANGEBOT

DP-51 BP :   711,00 €

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DP-51 B :   619,00 €

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Digitalpiano · Digitalpiano unter 1000 Euro · Homepiano · Thomann

Tests

4. März 2018

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