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Kaufberatung: Stagepiano unter 2000 Euro

  • Bei einem Stagepiano unter 2000 Euro darf man gute bis hervorragende Qualität in Klang und Ausstattung erwarten.
  • Portable Pianos werden im Handel meistens als Stagepianos kategorisiert, es handelt sich dabei aber eher um kompakte Instrumente vorwiegend für den Heimgebrauch.
  • Stagepianos sind für den Live-Einsatz konzipiert und entsprechend robust gebaut. Formschönes Design weicht einem eher funktionalen Äußeren.
Stagepiano unter 2000 Euro - Kaufberatung
(Bildquelle: Kawai)

Wer ein Stagepiano unter 2000 Euro kaufen möchte, darf in puncto Klang, Tastatur und Ausstattung durchweg gute Qualität erwarten. Als kompaktes Instrument für den Einsatz unterwegs sowie auch daheim empfiehlt sich ein Portable Piano. Auch hier überzeugen Klangqualität und Ausstattung.

Portable Piano vs. Stagepiano

Im Handel werden Portable Pianos und Stagepianos gemeinsam in der Kategorie „Stagepianos“ geführt, was manchmal etwas verwirren kann. Fakt ist: Beide Instrumente sind auf Mobilität ausgerichtet. Dennoch unterscheiden sich Stagepianos und Portable Pianos in wichtigen Details voneinander.

Ideal sind Portable Pianos für alle, die Funktionalität und Spielkomfort eines Homepianos in einem kompakten Instrument wünschen. Dazu gehören z.B. eingebaute Lautsprecher, Lernfunktionen, Metronom und Recorder. Mit optionalem Stativ und 3-fach-Pedal sieht ein Portable Piano dann schon wie ein modernes Homepiano aus.

Ein klassisches Stagepiano hingegen ist konsequent auf das Spielen in einer Band zugeschnitten: Durchsetzungsfähige Piano-Sounds für den Live- und Studio-Einsatz, vielseitige MIDI-Funktionen, Programmier-Möglichkeiten und nicht zuletzt eine extrem robuste Verarbeitung stehen hier im Vordergrund. Eingebaute Lautsprecher sind hier eine Seltenheit.

Stagepiano Anschlüsse
Im Vergleich zu Portable Pianos verzichtet man bei Stagepianos auf eingebaute Lautsprecher. Im Vordergrund stehen hier ein robustes Gehäuse und viele Anschlussmöglichkeiten. (Bildquelle: Yamaha)

Stagepiano unter 2000 Euro – made for the road

Das Stagepiano bildet, was seinen Einsatzzweck angeht, den Gegenentwurf zum Homepiano. Es ist als On-the-road-Instrument konzipiert und nebenbei auch das Richtige für den Proberaum. Filigrane Designelemente am Korpus oder schicke Klavierlacke sind daher an einem Stagepiano passé – stattdessen kommen solidere Kunststoffe, Metalle oder auch Holzverstärkungen zum Einsatz. Während bei den Homepianos verschiedene Farbausführungen angeboten werden, ist bei den Stagepianos meistens bühnenkompatibler „Schick“ in schwarz angesagt – Kratzer und Dellen, die bei häufigem Auf- und Abbau unweigerlich entstehen, fallen darauf auch nicht so schnell auf.

Live-taugliche Sounds

Ein Stagepiano wird grundsätzlich über eine externe Anlage oder PA betrieben. Im MIDI-Verbund mit weiteren Klangerzeugern, insbesondere Synthesizern, muss es vielfältige Kontrollfunktionen im Setup des Bandpianisten übernehmen können. Seine Sound-Auswahl ist stärker als die eines Homepianos auf das Bandspiel ausgerichtet. Viele weitere Keyboard-, Flächen- und Soloklänge werden dazu angeboten. 

Flexible Effekte

Ergänzt wird das Ganze um Effektsektionen mit einer Reihe von programmierbaren Hall-, Delay- und Modulations-Effekten sowie Amp-Simulationen für authentische Vintage E-Piano-Sounds. Unverzichtbar ist an einem Stagepiano deshalb auch eine ausreichende Anzahl an Speicherplätzen für vorbereitete Sound- und MIDI-Konfigurationen (Registrations/Setups), damit diese dem Spieler auf Knopfdruck rasch zur Verfügung stehen. Zur Soundbeeinflussung dienen Pitchbend- und Modulationwheels sowie Drehregler für Effekt- oder Klangparameter.

Korg Grandstage Keyboard-Sektion
Piano-Sounds vom Feinsten: Die Sounds der Keyboards-Sektion beinhaltet alles, was das Herz begehrt. Detailreich gesampelte Akustikpianos, E-Pianos, Clavinets, Orgeln... (Foto: Jörg Sunderkötter)

Stagepiano Light

Als reine Stagepianos konzipierte Instrumente gibt es ab etwa 1300 Euro. Manche dieser Modelle sollen Pianisten ansprechen, die es unkompliziert mögen: ein paar wenige sehr gute Flügel-, E-Piano-, Orgel- und Flächensounds, ein bisschen Effekttuning, vielleicht noch etwas MIDI – that’s it. Wer für seine Musik nicht mehr als das benötigt, wird mit leicht bedienbaren Instrumenten fündig, die trotz Minimalausstattung wertige Tastaturen und überzeugende Pianosounds bieten.

Eine besondere Position nimmt hier das Korg Grandstage ein: Die Handhabung ist simple, aber drinnen steckt HighTech aus der Kronos Workstation.

Stagepiano Pro

Daneben gibt es Stagepianos in „Vollausstattung“, gedacht für Band-Pianisten, die neben einem möglichst umfassenden Grundstock an Sounds für unterschiedliche Stile auch weitere Klangerzeuger über ihr Piano steuern wollen. Diese Stagepianos bieten neben ihren reinen Digitalpiano-Qualitäten auch 256 oder sogar deutlich mehr Klänge, darunter Gitarren-, Bass-, Bläser- sowie Synthesizer-Flächen und -Lead-Sounds.

Stagepiano Bedienfeld - Yamaha CP88 (Bildquelle: Yamaha)
Das Bedienfeld des Yamaha CP88 (Bildquelle: Yamaha)

Dexibell: Noch mehr Piano-Sounds dank Sound-Library

In der Klangausstattung sehr vielseitig sind die Stagepianos von Dexibell. Mit der Möglichkeit, die Samples aus einer Sound-Library des Herstellers in den Instrumenten zu speichern, sind die Dexibell-Modelle in der Preisklasse unter 2000 Euro eine Besonderheit. Diese Funktionalität bieten ansonsten nur Instrumente weit oberhalb der 2000-Euro-Marke. Sogar Sounds im allgemein zugänglichen SoundFont-Format werden dabei unterstützt. Mehr Flexibilität im Klang geht kaum – das trifft sogar für das kleinste und günstigste Modell Dexibell Vivo Stage S-1 zu.

Mehr über die True-2-Life-Klangerzeugung von Dexibell erfahren: Testbericht zum Pianomodul Dexibell Vivo SX7.

Masterkeyboard-Funktionen

Die Tastaturen der teureren Geräte lassen sich in bis zu vier, manchmal auch bis zu acht frei programmierbare MIDI-Zonen einteilen, um interne wie extern eingebundene Sounds als Layer oder Split-Sounds zu kombinieren. Üblicherweise gibt es Hardware-Taster für die Keyboardzonen, mit denen die eingebundenen Einzelklänge spontan stumm- oder wieder hinzugeschaltet werden können. Ein wichtiges Stilmittel, um Sound- und Arrangement-technisch flexibel arbeiten zu können.

kawai-mp7se-image
Robustes Outfit, Controller-Funktionen und Bühnentaugliche Sounds (Bildquelle: Kawai)

Viele Programmiermöglichkeiten und Speicherplätze

Um Sound-Konfigurationen zusammen mit Effekt- und weiteren Einstellungen auf Knopfdruck spielbereit zu haben, werden meist mindestens 128, oft noch mehr Setup-Speicherplätze geboten. Ein solches Stagepiano erlaubt es auch, solche Registrierungen en block direkt vom USB-Stick nachzuladen. So kann man für jeden Auftritt die passende Setup-Auswahl vorbereiten. Solche zahlreichen Möglichkeiten für Settings und Programmierungen erfordern außerdem ein LC-Display-basiertes Bedienfeld mit vielen Funktionstastern.

Die zahlreichen Möglichkeiten finden sich nicht nur in Instrumenten unter 2000 Euro, sondern ebenso bei weit teureren Profi-Modellen. Wer erwartet, dass ein preiswerteres Stagepiano stets weniger Funktionsausstattung besitzt als ein teureres, liegt daher falsch.

Produktempfehlungen – Stagepianos unter 2000 Euro

Wer sein Budget auf knapp unter 2000 Euro aufzustocken bereit ist, erhält mit einem Stagepiano gegenüber den preislich vergleichbaren Portable Pianos meist den größeren Mehrwert für die Bühne. Zwingend benötigt werden jedoch ein Keyboard-Comboverstärker oder eine andere Soundanlage, um einem Lautsprecher-losen Stagepiano einen Klang zu entlocken, sowie ein Pianostativ. Um diese Anschaffungen kommen Digitalpianist*innen ohnehin nicht herum, die mit ihrem Instrument auftreten möchten. Hier unsere Produktempfehlungen:

Dexibell Vivo Stage S-1
Tipp für Alle, die ein kleines Stagepiano für das Live-Setup brauchen. Mit 68 einfachen Pianotasten und kompakter Bauweise das Piano für unterwegs. Dennoch unbegrenzter Zugriff auf die Dexibell Sound-Library. Tolle Piano-Sounds mit vielen Klangdetails.
Dexibell Vivo S1 - Mini-Stagepiano
Dexibell Vivo S3 Pro
Knapp unter 2.000 Euro bietet Dexibell mit S3 Pro ein Stagepianos mit professioneller Ausstattung. Mit Ausnahme der Tastatur ist es identisch mit dem Top-Modell S7 Pro: 73 Tasten mit Hammermechanik, 113 Sounds, 4 Parts, detailreiche Piano-Sounds, umfangreiche Programmiermöglichkeiten.
Dexibell Vivo S3 Pro - Stagepiano
Kawai MP7 SE – der Preis-Leistungs-Killer
Was Kawai in dieses solide Bühneninstrument gepackt hat, ist vorbildlich. Je 256 Stimmen, Sounds und Setups, vier Masterkeyboard-Zonen, Audio/MIDI-Player/Recorder und sogar XLR-Eingänge erfreuen jeden Bandmusiker. Flügelklänge und Tastatur von sehr guter Qualität. Hier den Testbericht zum Kawai MP7 SE lesen.
Kawai MP7 SE produkt-icon
Korg SV-1 – Vintage-Auftritt für Liebhaber
Auf MIDI-Zonen und Split/Layer-Funktionen muss man hier verzichten, aber das Korg SV-1 ist ein einzigartiges Instrument mit Retro-Design und (fast) ausschließlich Vintage-Sounds. Als 73er oder 88er Modell erhältlich – smooth! Hier den Testbericht zum Korg SV-1 lesen.
Korg SV-1 Icon
Korg Grandstage 73
Für knapp unter 2000 Euro ist das 73er Modell des Korg Grandstage eine gute Empfehlung für alle, die Wert auf gute moderne Sounds bei simpelster Handhabung legen. Hier den Testbericht zum Korg Grandstage lesen.
Korg Grandstage 73 produkt-icon
Kurzweil Forte SE – ausgewachsenes Bühnentier
Für knapp unter 2000 Euro gibt es das 128-stimmige Forte SE mit 512 Preset-Klängen und 1024 Speicher für selbst programmierbare Sounds, vielfältige Masterkeyboard-Funktionen mit acht unabhängigen Zonen. Besonderheit: Die Tastatur bietet Aftertouch.
Kurzweil Forte SE produkt-icon2
Yamaha CP73 - kompaktes Stagepiano mit Retro-Touch
Mit einer 73er Balanced Hammer Action-Tastatur, 128facher Polyphonie, 57 Sounds und 160 Live-Sets ein Stagepiano. Das Bedienpanel vermittelt ein wenig Retro-Touch. Komfortable Bedienung, guter Sound. Auch als CP88 erhältlich.
Yamaha CP-73 Stagepiano
Studiologic Numa Concert – Piano pur für unterwegs
Gewichtete Tasten mit Holzelementen und zwölf hochwertige Klänge werden kombiniert mit wesentlichen Masterkeyboard-Funktionen, darunter zwei MIDI-Zonen, 50 Presets und zwei Handräder.
Studiologic Numa Concert

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