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Test: Casio Privia PX-160 – Portable Piano

  • Als klassisches Portable Piano bietet das Casio PX-160 in der Preisklasse zwischen 500 und 600 Euro einen hohen Gegenwert.
  • Die Tastatur vermittelt ein gutes und sicheres Spielgefühl dank Hammermechanik, Tri-Sensor-System und synthetischer Elfenbein-Oberfläche der Tasten.
  • Inzwischen wird das Casio PX-160 nicht mehr hergestellt. Als Nachfolger bietet Casio in der Privia-Serie das Modell PX-S1000 an.
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Das Casio PX-160 profitiert technologisch von den teureren Digitalpianos der hauseigenen Privia-Serie. Als Portable Piano konzipiert positioniert sich das PX-160 unter den tragbaren Einsteigerpianos in erster Reihe.

+++Update: Nachfolgemodell Casio PX-S1000+++

Das erfolgreiche Casio PX-160 wird nicht mehr hergestellt. Mit dem PX-S1000 bietet Casio ein leistungsstarkes Nachfolgemodell an, das noch kompakter und leichter ist und mit einem modernen Design frischen Wind in die Einsteigerklasse bringt.

Hier den Testbericht zum Casio PX-S1000 lesen.

Casio PX-S1000 Produktbild

Ganz ein Piano

Das Piano bietet 18 Sounds mit Schwerpunkt auf den akustischen und den E-Pianos. Toll für die Preisklasse ist die Polyfonie von 128 Stimmen.  Mit einem natürlichen und einem offen klingenden Flügel-Sound hat man gleich zwei charaktervolle Klänge am Start. Beide Konzertflügel-Sounds des Privia PX-160 klingen über den gesamten Tastaturbereich ausgewogen und clean, die Dynamik ist gut umgesetzt. Saiten- und Dämpferresonanz-Effekte hat der Basisklang von teureren Casio-Instrumenten geerbt, allerdings sind sie hier nicht einstellbar – bis auf ein wahlweise abschaltbares Dämpfergeräusch. Unter den drei weiteren Pianoklängen gibt es auch eine klavierähnliche Variante.

Hochwertige Tasten auch beim Casio PX-160

Die Tastatur des PX-160 kommt auch in verschiedenen größeren Privia-Digitalpianos zum Einsatz. Sie bietet eine skalierte Hammermechanik mit schwereren Tastengewichten im Bass und leichteren im Diskant, also oberen Bereich. Ein Klavier-Feeling ist absolut gegeben, und die Repetition ist zufriedenstellend. Geboten wird außerdem ein „Ivory Touch“-Feeling, von dem man aber nicht zu viel erwarten sollte. Die Anschlagdynamik kann in drei Stufen angepasst werden.

Zum Mitnehmen und fürs Wohnzimmer

Das rund 11 Kilo wiegende Piano-Leichtgewicht benötigt in der Wohnung keinen Stammplatz. Der Hersteller bietet einen optionalen Ständer in passender Optik an, der zudem mit einer passenden Dreier-Pedaleinheit ausgerüstet werden kann. Ansonsten findet das Casio PX-160 dank schlanker Abmessungen auch auf so gut wie jedem Keyboardständer Platz. Das Instrument ist in schwarzer oder in der „Champagne Gold“-Optik erhältlich.

Zusätzliche Sounds

Die E-Pianos decken Fender Rhodes, Wurlitzer und FM-Sounds ab. Hinzu kommen vier Orgeln, zwei Streichensembles, Vibrafon und Cembalo sowie ein Kontrabass, allesamt befriedigend bis gut. Während sich der Bass ausschließlich als Splitsound nutzen lässt, können alle übrigen Klänge frei miteinander gelayert werden – inklusive einstellbarer Lautstärkebalance. Ein Hall- und ein Chorus-Effekt mit jeweils vier Typen lassen sich hinzuschalten.

Eingebaute Lautsprecher

Die eingebauten Lautsprecher sorgen mit 2 x 8 Watt für einen vergleichsweise kräftigen und rauscharmen Gesamtsound. Besser lassen sich Grandpiano und Co. natürlich extern verstärkt in Szene setzen – beispielsweise über eine Keyboard-Verstärker. Eine Seltenheit in dieser Preisklasse ist der Stereo-Ausgang für den Anschluss an eine externe Anlage. Bei vielen anderen Preiswert-Pianos muss dazu eine Kopfhörerbuchse herhalten. Davon hat das PX-160 übrigens gleich zwei – optimal für den Klavierunterricht oder das Klavierspielen zu zweit. Eine obligatorische Sache ist der USB-Port (To Host), über welchen das Casio PX-160 mit einem Musikcomputer verbunden werden kann.

Wichtige Funktionen an Bord

60 integrierte Songs – vor allem klassische Klavierstücke – bilden Übungsanreize, zumal sich die Stimmen der rechten und linken Hand separieren lassen. Im Hintergrund arbeitet der interne Zwei-Spur-Recorder, zu dem sich auch bei aktiviertem Metronom einspielen lässt. MIDI-Songs können auch vom Rechner über USB ins PX-160 geladen werden, wofür es 10 Speicherplätze gibt. Des Weiteren gibt es die für Schüler-Lehrer-Übungen gedachte „Duet“-Funktion, mit der die Tastatur in zwei autarke Bereiche für den Flügelklang in jeweils gleicher Lage geteilt wird. An eine globale Speicherfunktion für alle individuell getätigten Einstellungen hat Casio ebenfalls gedacht.

Kleine Hürden in der Handhabung

Bedientaster gibt es für die Direktanwahl zweier Flügelsounds und eines E-Piano-Hauptklangs, außerdem für den integrierten Songplayer/Recorder und das Metronom. Zahlreiche Einstellungen nimmt man aber bei gedrücktem „Function“-Button plus bestimmter Klaviaturtasten vor – darunter leider auch die Regelung der Brillanz.

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Fazit: Solides Digitalpiano für Einsteiger

Eine solide Tastatur, gelungene Piano-Sounds, eine gute Klangauswahl und die wichtigsten Digitalpiano-Funktionen – damit bietet das Casio PX-160 in der Preisklasse zwischen 500 und 600 Euro einen hohen Gegenwert. Nicht selbstverständlich sind der integrierte Stereoausgang, die zwei erhältlichen Farbvarianten und die Option auf einen passenden Ständer mit Dreier-Pedaleinheit. Von Wohnzimmer- bis Übungsraum-Instrument bleibt das PX-160 damit flexibel. Ein empfehlenswertes Einsteigerinstrument.

Casio PX-160 – Übersicht

Erhältlich seit: 06.2015 (wird nicht mehr hergestellt)
NachfolgemodellCasio PX-S1000
Tastatur: 88 Tasten, Tri-Sensor-skalierte Hammermechanik II
Polyphonie: 128 Stimmen
Klangerzeugung: Sampling
Lieferumfang: Netzteil, Notenhalter, Sustain-Pedal
Besonderheiten: Stereo-Line-Out, 60 Übungssongs
Hersteller: Casio

Casio PX-160 - Testreihe "Digitalpiano für Anfänger"

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Henrik Bruns

Eine solide Tastatur, gelungene Piano-Sounds, eine gute Klangauswahl und die wichtigsten Digitalpiano-Funktionen – damit bietet das Casio PX-160 in der Preisklasse zwischen 500 und 600 Euro einen hohen Gegenwert.

Casio · Digitalpiano unter 500 Euro · Portable Piano · Testberichte

Tests

5. März 2018

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