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Kaufberatung: Portable Piano unter 2000 Euro

  • Ein Portable Piano ist ein guter Kompromiss zwischen Homepiano und Stagepiano. Bei den Geräten zwischen 1000 und 2000 Euro darf man eine gute Qualität von Tastatur, Klang und Verarbeitung erwarten.
  • Portable Pianos sind in der Ausstattung den Homepianos viel ähnlicher als den Stagepianos.
  • Für Portable Pianos werden optional Stative im passenden Design angeboten. Dabei kann man in manchen Fällen entscheiden, ob man nur das Stativ oder auch eine 3fach-Pedaleinheit hinzukaufen möchte
Portable Piano unter 2000 Euro - Roland FP-Serie
(Bildquelle: Roland)

Bei einem Portable Piano unter 2000 Euro darf man ein Digitalpiano gehobener Qualität erwarten. Für mehr Mobilität wird an Gehäuse und Lautsprechersystemen gespart. Davon profitiert die Qualität anderer Ausstattungsmerkmale wie Tastatur und Klangerzeugung.

Ein Portable Piano ist ein guter Kompromiss zwischen Homepiano und Stagepiano. Wie letztere sehen Portable Pianos eher aus wie ein Keyboard. Man sollte von der kompakten Bauweise der Geräte aber nicht auf die Spielbarkeit schließen, denn die Tastaturen sind – insbesondere in dieser Preisklasse – von sehr guter Qualität. 

Portable Pianos sind den Instrumenten der Homepiano-Linien ebenbürtig und in manchen Details sogar besser bei gleichem Preis. Ein Beispiel für solch einen Fall ist da z.B. der Vergleich zwischen Yamaha CLP-635 und Yamaha P-515. Beide Instrumente haben die aktuelle Clavinova-Technik, aber das P-515 macht mit der „Natural Wood X“-Tastatur bereits den Schritt in die nächste Qualitätsstufe.

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Ausgestattet mit einer Druckpunktsimulation erlaubt die Natural-Wood-X-Tastatur des Yamaha P-515 eine gute Kontrolle der Anschlagdynamik. Für die weißen Tasten verwendet Yamaha einen Holzkern. Bei den schwarzen Tasten sorgt eine synthetische Ebony-Oberfläche für ein griffiges Spielgefühl.

Homepiano für unterwegs

Portable Pianos sind in der Ausstattung den Homepianos viel ähnlicher als den Stagepianos. Dank eingebauter Lautsprecher kann man mit einem Portable Piano autark musizieren, ohne auf Verstärker und Lautsprecher angewiesen zu sein. Auch bei der Ausstattung mit Hilfsfunktionen wie Metronom, Recorder und Lernfunktionen haben Portable Pianos alles zu bieten was man zum Üben und Klavierlernen braucht.

Portable Pianos im Vergleich

In dieser Klasse sind die Portable Pianos deutlich besser verarbeitet als ihre Pendants für unter 1000 Euro. Gefälliger designt als echte Stagepianos, sind sie im Bühneneinsatz jedoch auch empfindlicher. Line-Ausgänge und MIDI-Buchsen sorgen unterwegs für mehr Flexibilität. Die Bedienung klappt oft schon sehr komfortabel über ausreichend Taster und ein LC-Display.

Die Sound-Auswahl ist größer als bei den Low-Cost-Modellen, die Effekte programmierbar und zumindest für den On-Board-Equalizer gibt es eigene Regler. Einige Registration-Speicher sowie Audio/MIDI-Player/Recorder-Funktionen bietet so gut wie jedes Portable Piano dieser Klasse. Die eingebauten Wiedergabesysteme sind oft recht kraftvoll, halten aber nicht ganz mit denen vergleichbarer Homepianos mit.

Auf diese kleinen Details solltest du beim Kauf achten

Für Portable Pianos werden optional Stative im passenden Design angeboten. Manchmal kann man dabei entscheiden, ob man nur das Stativ oder auch eine 3fach-Pedaleinheit hinzukaufen möchte. Hier lohnt sich der prüfende Blick auf günstige Bundle-Angebote der Händler, die oft auch weiteres Zubehör wie Pianohocker, Stativ und Kopfhörer inklusive anbieten.

Die meisten Portable Pianos unter 2000 Euro gibt es in schwarzer und weißer Ausführung. Die passenden optionalen Ständer und Pedaleinheiten kosten je nach Modell einen Aufpreis von etwa 150 bis 300 Euro. Integrierte Tastaturabdeckungen fehlen.

Eine Schwäche für den Einsatz unterwegs sind die durchweg von den Herstellern eingesetzten externen Netzteile – die im Bühnenalltag eine zusätzliche Fehlerquelle darstellen (wacklige Stecker, dünne Kabel, Netzteil kann zu Hause vergessen werden). Stagepianos dagegen werden in der Regel über ein solides Kaltgerätekabel angeschlossen. Wer sein Portable Piano häufig mobil einsetzen möchte, sollte am besten gleich beim Kauf eine gut gepolsterte Tasche einplanen. Denn diese liegt keinem der Instrumente bei.

Portable Piano vs. Stagepianos

Wer ein Digitalpiano primär für Proben und Auftritte sucht und auf eingebaute Lautsprecher verzichten kann, ist mit einem Stagepiano in der Regel besser bedient als mit einem Portable Piano. Robustheit und Stoßfestigkeit zählen bei den Stagepianos mehr, als eine Wohnzimmer-kompatible Optik.

Wesentlich sind darüber hinaus aber auch vielfältige Anschlussmöglichkeiten (Line-Ausgänge, Pedal- und MIDI-Buchsen), genügend Bedienelemente für den Echtzeitzugriff auf Sounds und Effekte, MIDI-Masterkeyboard-Funktionen – sowie ausreichend Setup-Speicher, um verschiedene Einstellungen für ein Bühnenprogramm mit unterschiedlichen Songs auf Knopfdruck abrufen zu können. 

Mehr erfahren – Kaufberatung: Stagepiano unter 2000 Euro

Portable Piano vs. Homepiano

Beim Portable Piano geht es um kompakte Maße und Gewichtsersparnis, damit das Instrument leicht zu transportieren ist. Die wichtigsten Faktoren sind hier das Gehäuse, die Tastatur und die Lautsprecher. Vor allem möchte man nicht auf ein gutes Spielgefühl verzichten, also ist das schwerste Bauteil die gewichtete Hammermechanik-Tastatur. Gewicht lässt sich also beim Gehäuse eines Portable Pianos – meistens mit Kunststoffelementen – und den Lautsprechern einsparen, die baubedingt kompakt sein müssen.

Bei der Lautsprecherwiedergabe kommt jedoch noch ein weiterer Aspekt hinzu: Bei Portable Pianos strahlen die Lautsprecher im einfachsten Falle nach oben ab. Sie erzeugen damit einen auf die Spielposition gerichteten Klang. Bei Homepianos hingegen wird ein dem akustischen Klavier ähnliches Klangverhalten angestrebt – also ein indirekter Klang aus dem Gehäuseinneren. Dazu werden die Lautsprecher unterhalb der Tastatur angebracht.

Produktempfehlungen – Portable Pianos unter 2000 Euro

Die Grenze von 2000 Euro markiert bereits den Höchst(-Straßen)preis, zu dem aktuell überhaupt noch Portable Pianos angeboten werden. Mehr Geld kann man nur noch für Home- und Stagepianos loswerden. Lediglich Kawai und Roland reizen diesen Preisbereich aus, die Portable Pianos der übrigen Hersteller liegen sogar noch deutlich unter 1500 Euro.

Kawai ES-920 - neu erschienen im September 2020
Das Kawai ES-920 ist im Vergleich zum Vorgänger ES8 in wichtigen Details verbessert: Geringeres Gewicht und ein aufwendigeres Sound-System machen einen deutlichen Unterschied. Gute Spiel- und Klangeigenschaften im kompakten Design eines Portable Pianos. Hier den Testbericht lesen.
Kawai ES-920 - Portable Piano
Kawai ES-520 - kleines Piano, großer Sound!
Das Kawai ES-520 ist mit knapp über 1.000,- Euro ein günstiges Einsteiger-Instrument mit tollen Features. Bkuetooth-Audio/MIDI und ein großes Lautsprechersystem sorgen für flexible Anwendungsmöglichkeiten und Spielspaß. Hier den Testbericht lesen.
Kawai ES-520 - Portable Piano
Casio Privia PX-560M – flexibler „Begleiter“
256-fach polyphon, 650 Sounds, 220 Styles. Qualitativ stehen die A- und E-Pianoklänge außer Konkurrenz. Begleitarrangements, GM2-Sounds, 400 User-Sound- und 96 Registration-Speicher, 5.3-Zoll-Touch-Display.
Casio PX-560M - Portable Piano
Roland FP-60/-90 – Spielspaß integriert
72 Hauptklänge plus weitere 279 Sounds für GM2-Anwendungen, 288-fache Polyphonie. Roland hat außerdem eine sehr ordentliche Tastatur, 30 Registrationspeicher und Bluetooth für MIDI- wie Audio-Anwendungen integriert. Hier den Testbericht zum Roland FP-90 lesen.
Roland FP-90 - Portable Piano
Yamaha P-515 – Clavinova für unterwegs
Für knapp 1700 Euro erhält man Yamahas gut verarbeitetes Portable Piano. In der Ausstattung an Sounds und Funktionen ebenbürtig mit den aktuellen Clavinova-Modellen. Hier den Testbericht zum Yamaha P-515 lesen.
Yamaha P-515 - Portable Piano

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