E-Piano-Test 2019: Die besten Einsteiger-Digitalpianos

E-Piano-Test 2019: Die besten Einsteiger-Digitalpianos

  • Digitalpianos sind eine günstige Alternative zum akustischen Klavier, ideal für Anfänger, für die ein echtes Klavier nicht infrage kommt.
  • Gute Einsteiger-Homepianos bekommt man für weniger als 1000 Euro. Wer weniger als 500 Euro ausgeben will, sollte flexibel sein was das Design des Pianos betrifft.
  • Beim E-Piano-Test konzentrieren sich die Empfehlungen auf die wesentlichen Merkmale Tastatur und Klang.
E-Piano-Test 2019: Die besten Digitalpianos des Jahres
(Bildquelle: Casio)

Welches ist das beste Digitalpiano? Meistens geht es bei dieser Frage um ein möglichst günstiges Digitalpiano. Aber egal, ob für Anfänger oder Fortgeschrittene: Neben dem Preis sollten man vor allem auch der Sound und Spielspaß wichtige Faktoren sein. Mit diesem E-Piano-Test fassen wir die wichtigsten, interessantesten, günstigsten Instrumente zusammen in den Kategorien Homepiano und Portable Piano.

Wer allein die Anzahl der Features und den günstigen Preis in den Mittelpunkt stellt, riskiert einen Fehlkauf.

- Ratgeber auf PIANOO.de: Digitalpiano für Einsteiger

Dieser E-Piano-Test stellt die essentiellen Merkmale eines Digitalpianos in den Vordergrund. Keine zusätzlichen Funktionen oder nebensächliche Details sollen den Blick auf das Wesentliche verstellen.

Worauf kommt es also an bei einem E-Piano?

  1. Spielgefühl der Tastatur
  2. Klavierklang
  3. Funktionen, die beim Klavierlernen und -üben nützlich sind.

Die drei Punkte sollte man immer in den Vordergrund stellen, wobei die Punkte 1. und 2. am Wichtigsten sind. Es können aber beim Vergleich zwischen Digitalpianos einer Preiskategorie noch weitere Ausstattungsdetails eine Rolle spielen, so z.B. die Anschlüsse. Standardmäßig gehören Kopfhörer-Buchsen bei jedem Digitalpiano dazu.

USB zum Anschluss des Pianos an einen Computer, Tablet oder Smartphone bieten die meisten Modelle – aber längst nicht alle. Außerdem lohnt sich immer auch der Vergleich der Polyphonie beim Digitalpiano. Ein Wert, der in direktem Bezug zum Klavierklang steht und besonders in den unteren Preisklassen stark variieren kann.

E-Piano-Test 2019: Anfänger, Einsteiger und Fortgeschrittene

Die besten Digitalpiano-Modelle, die wir auf PIANOO.de in diesem Jahr gestestet haben, fassen wir in diesem E-Piano-Test zusammen. Ebenso berücksichtigen wir hier einige Modelle, die bereits letztes Jahr erfolgreich waren und noch immer hohe Relevanz haben. Wir geben Empfehlungen für drei Preisklassen: Digitalpianos für Anfänger, Einsteiger und Fortgeschrittene.

Klavier lernen mit einem Digitalpiano

Das akustische Klavier ist und bleibt ohne Frage das Nonplusultra. Konzipiert als Alternative zum akustischen Klavier hat sich das Digitalpiano aber längst zu einem eigenständigen Instrument entwickelt, das außer dem Klavierklang einige nützliche Funktionen mitbringt. Ein Metronom ist bereits eingebaut und kann gemeinsam mit dem Piano-Sound über Kopfhörer gespielt werden. Über USB mit einem Computer oder Tablet verbunden hat man die besten Voraussetzungen fü z.B.  e-Learning.

Klavier lernen und Digitalpiano – erfahre mehr über die Lernfunktionen in diesem Ratgeber auf PIANOO.de

E-Piano-Test auf Youtube

Schau dir auch unseren Youtube-Channel an. Gemeinsam mit dem Jazzpianisten und Online-Klavierlehrer Yacine Khorchi von music2me.de haben wir Digitalpianos für Anfänger, Einsteiger und Fortgeschrittene getestet. Yacine beurteilt die Instrumente nach Spielgefühl und Klang, ob sie für den Klavierunterricht geeignet sind.

Zum Youtube-Channel von PIANOO.de.

Yamaha Arius YDP-144 im Video-Test

Ist die Tastatur eines Digitalpianos geeignet zum Klavierspielen?

Wenn gefragt wird, ob ein Digitalpiano geeignet ist, um damit Klavier zu lernen, ist meistens damit die Tastatur gemeint. Digitalpianos wurden in den letzten Jahren in Klang und Ausstattung weiterentwickelt, vor allem auch die Tastaturen profitieren von diesem Fortschritt. Selbst bei einem Homepiano für Anfänger gehört heutzutage eine 88er Tastatur mit Hammermechanik standardmäßig dazu.

Völlig einleuchtend: Je teurer das Instrument, desto mehr Ausstattung und Qualität bekommt man geboten. Aber sogar ein Digitalpiano unter 500 Euro gibt es mit einer vernünftigen Tastatur. Worauf man beim Kauf achten muss, erfährst du im Ratgeber-Artikel „Hammermechanik bei Klavier und Digitalpiano“ sowie in der Kaufberatung „Digitalpiano unter 500 Euro“.

Mini-Pianos für absolute Anfänger

Nicht immer ist auch der Platz vorhanden, um ein richtiges Digitalpiano aufzustellen. Wenn selbst ein Portable Piano zu groß ist, dann gibt es besonders für Anfänger sehr kompakte Pianos. Man muss hier aber differenzieren: Diese elektrischen Pianinos sind meistens mit einfachen Tastaturen ausgestattet, die die Spielqualität einer Hammermechanik-Tastatur nicht bieten können. 

Zum Klavierlernen auf einem Digitalpiano sind diese Instrumente daher nicht zu empfehlen. Ein nicht unerhebliches Argument für diese halb-gewichteten Pianotasten jedoch ist das sehr leichtgängige Spielgefühl. Ideal für die ersten Töne auf einem Tasteninstrument, zumal diese kleinen Kompakt-Pianos sehr günstig angeboten werden. Außerdem findet man bei manchen Modellen eine Menge Funktionalität, die gerade für Anfänger interessant sein können – Stichwort: Bluetooth und e-Learning.

Yamaha NP-32 – Nachfolgemodell des Yamaha NP-31

Die Piaggero-Modelle vermitteln in Aussehen und Ausstattung schon ein wenig Digitalpiano-Feeling. Bei dem geringen Preis fällt die Ausstattung minimalistisch aus: 76 Graded Soft-Touch-Tasten, 10 Voices, 64-fache Polyphonie.

Yamaha NP-32 Piaggero Digitalpiano
Das Yamaha NP-32 ist der Nachfolger des NP-31. (Bildquelle: Yamaha)

Roland GO:PIANO

Wenn überhaupt kein Platz für ein Piano vorhanden ist – das GO:PIANO passt auf den Küchentisch und ist als 61-Tasten-Piano-Keyboard schnell im Schrank verstaut, wenn man es gerade mal nicht braucht. Dabei viel Leistung auf kleinstem Raum: 128fach polyphon, ca. 50 Sounds, mit Bluetooth-Audio/MIDI und USB ideal auch für Anfänger, die mit Online-Klavierstunden loslegen wollen.

Hier den Testbericht lesen.

Roland GO:PIANO - Mini E-Piano für Anfänger  (Bildquelle: Roland)

Roland GO:PIANO 88

Seit April 2019 ist auch eine 88-Tasten-Version des GO:PIANO erhältlich. Ausgestattet mit dem gleichen Tastaturtyp wie das 61er-Modell bietet es einen deutlich besseren Klavierklang. Die Funktionen des GO:PIANO 88 orientieren sich mit Metronom, Layer- und TWIN-Piano an der Ausstattung klassischer Digitalpianos.

Hier den Testbericht zum Roland GO:PIANO 88 lesen.

Roland Go:Piano88
Konzeptionell anders ausgerichtet als die 61-Tasten-Version, aber mit 88 Tasten fast schon ein richtiges Digitalpiano: Roland Go:Piano 88.

Korg B2N – kleines Großes

Das Korg B2N ist im Prinzip baugleich mit dem Korg B2 – einziger Unterschied: die Hammermechanik-Tastatur beim Korg B2. Ansonsten ist alles an Bord: 88 Tasten, Bluetooth mit voller Audio/MIDI-Integration, 12 Sounds, 120-fach polyphon.

Hier den Testbericht zum Korg B2 lesen.

Korg B2 ohne Notenhalter

Anfänger-Tipp: Casio CDP-S100 – sogar mit Hammermechanik

In der Anfängerklasse das wohl günstigste Mini-Piano mit einer 88er Hammermechanik. Das kleine Portable Piano kommt in Sachen Polyphonie und Sounds an die Qualitäten des Privia PX-S1000 nicht heran, aber für den Anfang bekommt man hier schon richtig etwas geboten.

Kaufberatung Digitalpiano

Auf welche Merkmale sollte man unbedingt achten? Welche Elemente sind nice to have, aber nicht essentiell wichtig? In den zahlreichen Kaufberatungen kannst du dir ein Bild davon machen, welche Ausstattung und welches Niveau du von den Instrumente erwarten kannst. Einen schnellen Überblick liefern dir die einzelnen Kapitel, in denen du die Preisklassen und Designs der Digitalpianos vergleichen kannst.

Die Links zu den weiterführenden Kaufberatungen und Ratgebern findest du am Ende dieses Artikels.

Digitalpiano unter 500 Euro: Vorsicht bei No-Name-Produkten!

Diese Preisklasse hat oberste Priorität für alle, die ein Digitalpiano für Anfänger kaufen möchten. Völlig einleuchtend: Für den Anfang muss es nicht gleich das Beste sein. Dennoch sollte man aber nicht gleich beim billigsten Angebot zugreifen. Ein Beispiel dafür ist das auf Online-Portalen angepriesene Schubert Subi88P2. Verbaut ist hier ein billiger Homekeyboard-Soundchip, selbst ältere Marken-Digitalpianos sind dagegen Hightech! Auch die Tastatur ist ein Billigfabrikat.

In der Bewertung von PIANOO.de gibt’s dafür keinen Stern. Insofern ist das Schubert Subi88P2 E-Piano ein Beispiel dafür, dass möglichst viele aufgelistete Features längst nicht alles sind. Auf dem Papier sieht’s gut aus, aber wer allein die Anzahl der Features und den günstigen Preis in den Mittelpunkt stellt, riskiert einen Fehlkauf.

Bei den Digitalpianos unter 500 Euro empfehlen wir Markenprodukte. Erfahre hier, worauf du bei Digitalpianos der Budget-Klasse achten musst.

E-Piano-Test: Homepiano unter 500 Euro

Wenn das Anfänger-Piano im Wohnzimmer aufgestellt werden soll, ist das Digitalpiano gleich auch ein Möbelstück – insofern sind das Gehäuse-Design und die Verarbeitung wichtige Merkmale. Bei den Markenherstellern beginnt der Einstieg nicht unter 700 Euro. Es gibt aber durchaus Instrumente, die man empfehlen kann. Gute Angebote findet man bei der Hausmarke des Musikhauses Thomann. 

Thomann DP32 Digitalpiano

Thomann DP-32 – Homepiano für Anfänger

Das DP-32 ist ein solides kleines Digitalpiano für Anfänger. Es stammt aus fernöstlicher Fertigung, die günstigen Herstellungskosten werden an die Kunden weitergegeben. So kommt es, dass das DP-32 viel Ausstattung für wenig Geld bietet. Da es von einem renommierten Musikhaus angeboten wird, darf man von einer grundsätzlich angemessenen Qualität ausgehen. 

Wir haben uns von der Qualität des DP-32 überzeugen können – hier findest du den Testbericht.

Marken-Pianos unter 500 Euro? Portable Pianos!

Die gute Nachricht: Selbst für dieses kleine Budget gibt es durchaus Instrumente, die mit guten Spiel- und Klangeigenschaften überzeugen können. Allerdings darf man in puncto Design nicht zu viel erwarten. Eine gute Empfehlung sind Portable Pianos, denn hier stehen die Qualität von Piano-Sound und Tastatur eindeutig im Vordergrund. 

In der Form wie Stagepianos gebaut haben Portable Pianos dennoch eher die typischen Merkmale von Homepianos. Mindestens ist ein Metronom eingebaut. Nur sind sie eben kompakt, leicht und transportabel. Optional werden passende Stative angeboten. Manche Instrumente unterstützen auch die Kombination mit einer Piano-App und gewähren so den Zugriff auf Recorder-Funktion, Arranger- oder Lernfunktionen.

Roland FP-10 – beste Tastatur unter 500 Euro!

Selbst das kleinste Portable Piano von Roland profitiert von der Tastatur der höheren Modelle FP-60 und FP-30. Die PHA-4 Tastatur vermittelt mit Ivory-Touch-Oberfläche, einer graduiert gewichteten Hammermechanik ein gutes Spielgefühl. Außerdem: Druckpunktsimulation – in dieser Preisklasse schon eine kleine Sensation! Über Bluetooth oder USB ist die Verbindung  mit der Piano-App Roland Piano Partner 2 möglich.

Roland FP-10 Stagepiano unter 500 Euro

Casio Privia PX-S1000 – Einsteiger-Tipp: Preis-/Leistung

Das Nachfolgemodell des beliebten Casio Privia PX-160 liegt im Preis nur knapp über 500 Euro und überzeugt durch modernes kompaktes Design, eine Hammermechanik-Tastatur mit Ivory-Touch-Oberfläche, hohe Polyphonie-Leistung (192 Stimmen) und toll klingenden Piano-Samples. Per Bluetooth-Audio ist die Wiedergabe von Smartphone und Tablet über die internen Lautsprecher möglich. Mehr Funktionen und Bedienkomfort mit der Piano-App Chordana von Casio. Wer ein Piano mit Begleitautomatik sucht – das Casio PX-S3000 sieht dem S1000 sehr ähnlich, bietet aber deutlich mehr Ausstattung an Sounds und Artanger-Sektion.

Hier geht’s zum Testbericht des Casio Privia PX-S1000.

Casio PX-S1000 Produktbild

Korg B2 – Stagepiano mit guter App-Integration

Fast baugleich mit dem Korg B1 bietet das Korg B2 mit USB und einen Audio-Eingang die erforderlichen Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte. Die USB-Funktion erlaubt komplette Audio/MIDI-Integration: Für die Kombination mit einer Piano-App müssen keine weiteren Kabel angeschlossen werden.

Hier den Testbericht zum Korg B2 lesen.

Yamaha P-45B – der Megaseller

Erhältlich bereits seit April 2015 konnte sich das P-45B zu einem Topseller im unteren Preissegment entwickeln. Minimalistisch in der Ausstattung und günstig liegt das P-45B sogar inklusive Stativ noch unter 500 Euro. Die Polyphonie ist mit 64 Stimmen für Anfänger ausreichend.

Hier den Testbericht zum Yamaha P-45B lesen.

E-Piano-Test selber machen: Auf Lieferumfang und Bundles achten!

Es lohnt sich, auf den Lieferumfang zu achten: Portable Pianos werden inklusive Netzteil, Notenhalter und Sustain-Pedal geliefert – letzteres oft in Form eines einfachen Fußtasters. Als Zubehör aber bieten die meisten Hersteller Digitalpiano-Pedale und auch 3-fach-Pedaleinheiten passend zum (ebenso optionalen) Stativ an. In diesem Zusammenhang empfehlen wir den prüfenden Blick auf die zahlreichen günstigen Bundle-Angebote der Online-Händler.

Yamaha Arius YDP-164 (hero)

Einsteiger-Digitalpianos unter 1000 Euro

Ein Homepiano ist ein Instrument für die ganze Familie und sollte auch als Möbelstück gut aussehen. Klassischerweise bekommt das Digitalpiano seinen Platz im Wohnzimmer. Die meisten Familien haben beim Kauf eines Digitalpianos daher das typische Homepiano im Blick, das im Design einem Kleinklavier ähnelt. Ein empfehlenswertes Anfänger-Instrument unter 500 Euro ist das Thomann DP-32, ansonsten liegen gute Homepianos im Preis oberhalb von 500 Euro. Einsteiger bekommen können zwischen 500 und 1000 Euro aber einige gute Homepianos finden.

Yamaha Arius YDP-144 und YDP-164

Erhältlich ab Frühjahr 2019 sind diese beiden Modelle der Yamaha Arius-Serie heiße Kandidaten für Anfänger und Einsteiger. Das größere Modell YDP-164 dürfte selbst für so manche Fortgeschrittene eine Überraschung sein, wie viel Homepiano man heute für ca. 1.000 Euro bekommt. Im Vergleich zur Vorserie nicht nur klanglich ein Schritt nach vorne, sondern insbesondere auch aufgrund der Tastatur mit synthetischen Ebony- und Ivory-Decklagen.

Das kleinere Modell YDP-144 – es wurde sogar von der Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt – mag auf den ersten Blick minimalistisch in der Ausstattung wirken, aber es überzeugt in den wichtigen Faktoren Tastatur, Klang, Verarbeitung.

Hier die Testberichte zu YDP-144 und YDP-164 lesen.

Thomann DP-51 – sogar mit Hochglanz

Wenn das Digitalpiano stattlicher ausschauen darf als das kleine Anfänger-Piano DP-32, dann wäre die nächste Budget-Empfehlung das Thomann DP-51. Die einfache Gehäuseausführung liegt im Preis ein wenig über 500 Euro, oberhalb von 600 Euro bekommt man sogar eine Hochglanzversion.

Hier geht’s zum Testbericht des Thomann DP-51.

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