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Casio CDP-S-Serie – Portable Pianos für Einsteiger

  • Die Casio CDP-S-Serie ist ideal für alle, die zum kleinen Budget ein E-Piano zum Anfangen suchen.
  • Die CDP-S-Serie umfasst die drei Portable Pianos CDP-S110, S160SET und S360.
  • Besonderheit ist die Tastatur mit Hammermechanik und Ebony/Ivory-Decklagen – die beste Tastatur in dieser Preisklasse.
Casio CDP-S-Serie - Portable Pianos für Einsteiger (Bildquelle: Casio)
(Bildquelle: Casio)

Die Casio CDP-S-Serie ist eine Modellreihe besonders preiswerter Pianos. Unterhalb der Privia PX-S-Reihe positioniert sind die CDP-S-Modelle für den Einstieg ins digitale Pianospiel ebenso zu empfehlen, wie als portable Low-Cost-Zweitinstrumente für fortgeschrittene Spieler. Wir beleuchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Modelle.

Der Name der Reihe – „Compact Digital Piano“, kurz „CDP“ – ist hier Programm: Die drei Modelle der Serie sind die kompaktesten und schlanksten Portable Pianos mit 88 gewichteten Tasten, Hammermechanik sowie integrierten Lautsprechern, die Casio je gebaut hat. Dass solch ein Instrument schmaler gefertigt werden kann, ohne dass darunter seine Qualität leidet, kann man sich kaum vorstellen.

CDP-S – die einheitliche Basis

Die aktuellen Modelle der Baureihe heißen CDP-S110, CDP-S160SET und CDP-S360. Alle besitzen sie das gleiche Gehäuse, die gleiche Klaviatur und ein Gewicht unter elf Kilogramm. Die Geschwister besitzen jeweils ein eingebautes Wiedergabesystem, das zweimal acht Watt leistet – genug fürs Wohnzimmer.

Die Tastatur der CDP-S-Modelle ist in dieser Preisklasse schwer zu toppen. Graded Hammermechanik und Ebony/Ivory-Touch vermitteln ein gutes Spielgefühl. (Bildquelle: Casio)
Die Tastatur der CDP-S-Modelle ist in dieser Preisklasse schwer zu toppen. Graded Hammermechanik und Ebony/Ivory-Touch vermitteln ein gutes Spielgefühl. (Bildquelle: Casio)

Gute Tastatur in der CDP-S-Serie

Die 88er-Tastatur nennt Casio „Scaled Hammer Action Keyboard II“. Also wird eine skalierte Hammermechanik mit schwerer gewichteten Tasten im Bass und leichter gewichteten im Diskant geboten. Die Anschlagdynamik lässt sich mittels drei Kurven nach dem Bedarf des Spielers einstellen. Eine Ebony/Ivory-Oberfläche sorgt darüber hinaus für eine gute Griffigkeit. Etwas Besseres dürfte man in dieser Preisklasse kaum finden, so die einhellige Meinung in der PIANOO-Redaktion.

Jedes Modell der CDP-S-Serie wird inklusive Notenhalter geliefert. Im Bild das CDP-S360, zu erkennen am großen DIsplay und dem umfangreichen Bedienfeld. (Bildquelle: Casio)
Jedes Modell der CDP-S-Serie wird inklusive Notenhalter geliefert. Im Bild das CDP-S360, zu erkennen am großen DIsplay und dem umfangreichen Bedienfeld. (Bildquelle: Casio)

Minimalismus bei den Anschlüssen

Gespart hat Casio bei der Anschluss-Sektion, der jeweils Line-Ausgänge für den Betrieb an einer externen Verstärkeranlage fehlen. Das heißt: Wer sein CDP beispielsweise über eine kraftvollere Keyboard-Comboanlage anstatt über die eingebauten Lautsprecher spielen will, muss dazu über den Miniklinken-Kopfhöreranschluss gehen, von dem es auch lediglich einen einzigen gibt. 

Sehr schön: Alle drei Modelle besitzen einen Mini-Klinken-Audio-Eingang, um daran etwa einen MP3-Player anzuschließen. Dessen Signal erklingt dann über die eingebauten Lautsprecher. Selbstverständlich ist ein USB-MIDI-Anschluss vorhanden, über welchen die Modelle der Casio CDP-S-Serie den Anschluss an Computer, Tablet oder Smartphone erlauben.

Über die kostenlos erhältliche Remote App (Android/iOS) ist die Handhabung der Compact Digital Pianos sehr komfortabel. Auch alle Übungsfunktionen wie Metronom, Rhythm oder Recorder lassen sich darüber fernbedienen. (Bildquelle: Casio)
Über die kostenlos erhältliche Remote App (Android/iOS) ist die Handhabung der Compact Digital Pianos sehr komfortabel. Auch alle Übungsfunktionen wie Metronom, Rhythm oder Recorder lassen sich darüber fernbedienen. (Bildquelle: Casio)

Klavier üben mit App

In der Gratis-App „Casio Music Space“ findet man diese Funktionen in der Sektion „Piano Remote Controller“ ebenfalls. Über ein Mobilgerät mit Android oder iOS können dann alle Einstellungen komfortabler als am CDP-S160 selbst eingestellt werden. Und auch auf die zahlreichen Klavier-Übungsstücke in der App hat der Spieler Zugriff. Die Verbindung läuft, wie am CDP-S110, kabelbasiert über USB.

Unterschiede der Casio CDP-S-Modelle

Ansonsten hat Casio mit den drei Modellen geschickt variiert: Während das für knapp 400 Euro angebotene CDP-S110 ein Budget-Portable-Piano mit rundum überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt, ist das CDP-S160SET schon eine kleine Homepiano-Lösung – das S160 wird nämlich in Deutschland derzeit ausschließlich im Set inklusive Dreifachpedal-Pianoständer verkauft. Dabei bleibt der Preis im Fachhandel unter 700 Euro. 

Die deutlich fetteste Ausstattung allerdings besitzt das CDP-S360, das man mit seinen 200 Begleit-Styles und 700 Sounds als Arranger-Piano bezeichnen kann. Weil solche Instrumente nicht unbedingt ihren festen Platz in der Wohnung haben, sondern auch gerne auf Proben oder Auftritten gespielt werden, verkauft Casio das S360 ohne Ständer. Dadurch liegt der Straßenpreis bei etwa 550 Euro – und somit unter dem des S160SET. Den gleichen Ständer wie für den preiswerteren Bruder gibt es aber für das CDP-S360 auch optional. Für das CDP-S110 ist zwar auch ein optionaler Ständer verfügbar, doch ein Dreifach-Fußpedal ist darin nicht integriert. Denn dafür besitzt das Einstiegs-CDP gar nicht den erforderlichen Anschluss.

Die Anschaffung eines richtigen Sustain-Pedals sollte man aber generell bei CDP-S110 und CDP-S360 beim Kauf mit einplanen. Denn Casio legt den Instrumenten lediglich einen Fußtaster für die Haltepedal-Funktion bei. Das mag für den Anfang ausreichend sein – Piano-Feeling geht allerdings anders.

Casio CDP-S110 WH (Bildquelle: Casio)

Das Casio CDP-S110

Es ist das Günstigste der drei CDPs, und doch bietet auch das CDP-S110 ein Alleinstellungsmerkmal: So ist es nicht nur in Schwarz, sondern als einziges Modell des Piano-Trios auch in einer weißen Ausführung erhältlich. Sprich: Wem diese schicke Farbe wichtiger als alles andere ist, der hat innerhalb der Casio-Reihe gar keine Alternative mehr.

Die Ausstattung konzentriert sich auf das Nötigste. Unter den zehn Sounds ist der Akustikflügel, der in drei Varianten vorliegt, das Aushängeschild. Die Sample-Qualität stimmt, und der Klang lässt sich schön dynamisch spielen. Im Ausklang wirkt der Klang vielleicht ein wenig statisch, aber der Gesamtklang ist dennoch in Ordnung.

Neben drei guten E-Pianos umfasst die Klangauswahl je eine Kirchen- und Hammond-Jazzorgel, einen Streichersound und ein Cembalo. Ein Hall- und ein Chorus-Effekt mit jeweils vier Typen verschönern die Klänge. Eine Layer-Funktion ist vorhanden, Split und auch einen Duett-Modus gibt es nicht. Das Piano ist 64-stimmig polyfon. Der Sound des Wiedergabesystems mit zwei Lautsprechern ist angenehm präsent und klar.

Fazit: Für nicht einmal 400 Euro bietet das Casio CDP-S110 einen klasse Einstieg ins Digitalpianospiel. Das zwar lediglich mit dem Nötigsten ausgestattete Instrument bietet einen guten Flügelklang und die wohl beste Tastatur in seiner Preisklasse. Wer noch ein Mobilgerät anschließt, erhält einen verbesserten Bedienkomfort und viel Motivation zum Üben.

Das mittlere Modell wird in Deutschland nur inkl. Stativ unter der Bezeichnung CDP-S160SET angeboten und ist so gesehen eines der günstigsten Homepianos. (Bildquelle: Casio)
Das mittlere Modell wird in Deutschland nur inkl. Stativ unter der Bezeichnung CDP-S160SET angeboten und ist so gesehen eines der günstigsten Homepianos. (Bildquelle: Casio)

Casio CDP-S160SET

Exklusiv ist das mittlere der drei CDPs nicht nur in Schwarz, sondern auch in Rot erhältlich. Die Unterschiede zum CDP-S110 am Instrument selbst blieben sehr gering, würde Casio das CDP-S160 nicht klarer profilieren: So ist das Portable Piano in Deutschland derzeit nur im Bundle mit dem Ständer CS-470P unter der Bezeichnung CDP-S160SET erhältlich. 

Besonderheit: Die in den Ständer integrierte Dreifach-Pedaleinheit, mit der das Piano also auf einen Schlag Soft-, Sostenuto- und Haltepedale erhält. Was das so ausgestattete Casio CDP-S160 dann noch von einem kleinen Homepiano unterscheidet, ist im Grunde nur die fehlende Tastaturabdeckung. Möchte man es transportieren, sind vier Schrauben zu lösen; außerdem die DIN-Steckverbindung für das Multipedal, die das CDP-S160 seinem kleinen Bruder voraus hat. Der CS-470P ist allerdings grundsätzlich schwarz – das sollte man vor dem Kauf des roten Pianos wissen.

In Polyfonie, Klangauswahl und Effekten identisch mit dem S110 bietet das CDP-S160 aber doch einiges mehr. Hinzu kommt gegenüber dem kleinen Bruder der eingebaute MIDI-Rekorder, mit dem sich das eigene Spiel auf dem Piano aufnehmen und wieder abspielen lässt. Er umfasst aber nur einen Song und eine Spur.

Außerdem wurde dem CDP-S160 die Duett-Funktion spendiert. Sie teilt die Tastatur in zwei Hälften mit dem Flügelklang in jeweils gleicher Lage, was man für den Klavierunterricht gut gebrauchen kann.

Fazit: Wer schon von vornherein weiß, dass sein CDP überwiegend an einem festen Platz in der Wohnung gespielt werden soll, und auch die Mehrkosten nicht scheut, sollte zum CDP-S160SET greifen. Sein Instrument mit einem festen Dreifachpedal spielen zu können, ist der entscheidendste Vorteil nicht nur gegenüber dem kleinen Bruder, sondern auch diversen anderen Portable Pianos.

Topmodell der Casio-CDP-S-Serie: CDP-S360

Casio bietet das CDP-S360 gegenwärtig ausschließlich in einer schwarzen Version an. Das aber ist bereits der einzige Punkt, in dem das Topmodell der Casio CDP-S-Serie den beiden anderen CDPs nicht überlegen ist.

Bereits sein Flügelsound klingt etwas edler, handelt es sich doch laut Casio um ein exklusives Multisample. Zur Soundengine zählen auch einstellbare Piano-Parameter: Saiten- und Dämpferresonanzen. Außerdem sind die eingebauten Lautsprecher einen Tick größer.

Mit 700 Sounds deckt das CDP-S360 eine enorme Bandbreite ab. Klänge wie Schlagzeug, Bässe, Gitarren und Bläser zählen ebenso zur Auswahl wie viele Synthesizer-Pads und Solo-Sounds. Doch gerade in den für ein Portable Piano entscheidenden Soundbänken mit Akustik- und E-Pianos, Orgeln-, Keyboard- und Flächenklängen bietet das S360 eine besonders große Auswahl und eben viel Abwechslung. Dazu gibt es dann noch einen weiteren Insert-Effektprozessor, der viele Klänge mit Modulationseffekten aufwertet.

Die Funktionen Split und Layer kann man gleichzeitig verwenden, und mit 128 Stimmen wurde die Polyfonie gegenüber den beiden Brüdern verdoppelt. Dank eines Bedienfelds mit vielen Buttons und LC-Display ist das Piano gut bedienbar.

Den sinnvollen CS-470P-Ständer kann man optional erwerben, denn auch das Top-Modell besitzt dafür den nötigen Dreier-Pedal-Anschluss. Zu diesem passt übrigens auch das Dreifachpedal Casio SP-34, das gerade auch beim mobilen Einsatz praktisch ist.

Casio CDP-S360 – Arranger an Bord

Das CDP-S360 hat natürlich das interne Metronom und 16 Skalen sowie die Duett-Funktion. Der MIDI-Recorder bietet Kapazität für fünf Songs mit jeweils bis zu sechs Spuren. Auch das beidhändige Einüben von Klavierstücken klappt schon ohne App recht gut.

Eigentliche Besonderheit aber ist die eingebaute Begleitautomatik nach dem Vorbild der Casio-Homekeyboards. Dazu bietet das Piano 200 Begleit-Styles unterschiedlichster Musikrichtungen, mit denen man live Band-Arrangements zu seinem Pianospiel über das Bedienfeld steuern kann, und die sich nach den gespielten Harmonien richten. Sogar ein wenig erweitern lässt sich die Styleauswahl noch. Um Split/Layer-Sounds und Style-Einstellungen gemeinsam abspeichern zu können, gibt es 32 Registration-Speicherplätze.

Ein Smartphone oder Tablet mit der „Casio Music Space“-App kann wahlweise auch kabellos ans CDP-S360 angeschlossen werden: Dazu benötigt man den optionalen Bluetooth-Adapter WU-BT10, der sowohl Bluetooth-MIDI wie auch -Audio unterstützt.

Der Bereich „Piano Remote Controller“ der App berücksichtigt sämtliche zusätzliche Funktionen des CDP-S360, und beim Song Playback gibt es ebenfalls weitere Features. Allein schon, weil aufgrund der breiten Soundauswahl auch komplexe MIDI-Arrangements wiedergegeben werden können.

Fazit: Zweifellos kann man auf dem CDP-S360 ebenso unkompliziert Piano spielen wie an seinen weniger umfangreichen Brüdern. Die Bedienung am Instrument selbst ist dabei deutlich komfortabler, und es klingt noch ein wenig besser. Vor allem aber auch vielfältiger, denn die 700 Sounds, die es zu entdecken gilt, sind schon eine Hausnummer. Die integrierte Begleitautomatik eröffnet weitere Möglichkeiten. 

Was man mit dem CDP-S360 alles anstellen kann, können auch manch teurere Instrumente nicht unbedingt immer viel besser. Nicht zuletzt ist der hier optionale Dreierpedalständer CS-470P, der das Portable-Piano mehr auf Homepiano trimmt, eine willkommene Erweiterungsmöglichkeit.

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