Modartt Pianoteq: Physical Modeling Software-Piano

  • Modartt Pianoteq ist als reines Physical-Modeling-Piano ein technisches Highlight zwischen den vorwiegend Sampling-basierten Piano-Software-Instrumenten.
  • Pianoteq verbindet authentisches Klang- und Spielverhalten mit hoher Flexibilität in der Klanggestaltung.
  • Außer akustischen Klavieren und Konzertflügeln der verschiedensten musikalischen Epochen liefert Pianoteq mittels optionaler Module weitere Sounds wie Vintage E-Pianos, Mallet-Instrumente und vieles mehr.
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Modartt Pianoteq ist ein Physical-Modeling-Instrument. Keine Gigabyte-schweren Libraries kommen zum Einsatz, denn alle akustischen Zusammenhänge werden auf synthetische Weise erzeugt. Herkömmlichen Software-Pianos gegenüber bietet dies essentielle Vorteile – vor allem hinsichtlich Flexibilität, Klangvielfalt und Ausdrucksmöglichkeiten.

Die aktuellen Modelle von Pianoteq überzeugen mit exzellenter Klangqualität.

Bei dem Wort synthetisch denken skeptische Klavierpuristen womöglich: „Das klingt doch kalt“. Oder „Sampling klingt viel authentischer“. Kritik aus dieser Richtung gab es bei den ersten Versionen von Pianoteq sicher zurecht. Das ist aber alles Schnee von gestern, denn die aktuellen Modelle von Pianoteq überzeugen mit exzellenter Klangqualität.

Mehr darüber erfährst du im Testbericht zur aktuellen Version Modartt Pianoteq 6.

Akustische Flügel und Upright-Pianos

Ganz vorn steht hier das Grand Piano D4 –  eine exzellente Reproduktion eines Steinway D Konzertflügels mit viel Brillanz und Tiefe. Aber auch das Model B gefällt mit seinem schon fast lyrischen Klangcharakter. Noch weiter in diese Richtung weist das Blüthner Grand; wohingegen man beim Bechstein von 1896 den Entwicklungssprung zu den heutigen Konzertflügeln wahrhaftig erleben kann. Allesamt wunderbare Sounds mit viel Charakter, die sich für die verschiedensten Musikgenres eignen.

Mit der Programmversion Pianoteq 6 lässt Modartt die digitalen Piano-Modelle von den Klavierherstellern autorisieren. Eine wichtige Neuerung daher, dass die Preiet-Namen nicht mehr andeuten, sondern die Instrumente beim Namen nennen – wie z.B. Steinway D.

Historische Pianos

Pianoteq-Anwendern liefert Modartt ständig neue Piano-Modelle, darunter auch historische Instrumente. Einzigartig z.B. die Kremsegg-Collection des österreichischen Schlossmuseums Kremsegg: eine Sammlung seltener historischer Pianos aus dem 18. und späten 19. Jahrhundert. Außergewöhnlich ist das KIViR-Projekt, welches virtuell restaurierte historische Vorgänger des Pianos enthält, darunter Clavichord, Cembalo, Harpsichord und Pianoforte.

Elektromechanische Pianos und mehr!

Wer indessen eher an Instrumenten für Klassik, Rock, Jazz und Popmusik interessiert ist, findet z.B. Yamahas Elektroflügel CP-80, der technisch akkurat und mit Liebe zum Klangdetail nachgebaut wurde. Über optionale Module kann Pianoteq weitere Instrumente liefern, die dem Klavier verwandt sind. Hier gibt es Vintage E-Pianos, Clavinets, Celesta und Toy Piano, Mallet-Instrumente sowie Harpsichord und Harfe, Steeldrum und Handpans. Diese Module sind einzeln zu erwerben oder mit dem Studio Bundle, das sämtliche Modul-Lizenzen enthält.

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In den drei Funktionsgruppen kann der Piano-Sound im Klangverhalten weitreichend gestaltet werden. Dynamikverhalten, Resonanzboden, Saitenlänge, Duplex Scale...

Flexible Klanggestaltung mit Pianoteq

Ein besonderes Merkmal der Physical-Modeling-Technik ist die detaillierte Klanggestaltung. Besonders in dieser Disziplin steigt jedes Sampling-Klavier aus. Welche Flexibilität hier geboten wird, belegen die Presets, die für jedes Piano-Modell in großer Anzahl erstellt wurden. Als einfache Version für das tägliche Üben, als Konzert- oder Studio-Recording-Version, mit Effekten bearbeitet oder mit unterschiedlichen Intonierungen: Die Presets belegen auf eindrucksvolle Weise, in welchem Ausmaß sich das Klang- und Spielverhalten variieren lässt.

Modartt Pianoteq ist ein außergewöhnliches Piano-Software-Instrument mit einzigartigen Möglichkeiten.

Die Pro-Version von Modartt Pianoteq gestattet die Intonierung jedes einzelnen Tons in Dynamikverhalten, Saitenschwingungen, Saitenchor, Obertonverhalten, Hammeranschlag, Resonanzen, Nebengeräuschen wie Damper Noise oder Fall-back Noise, Key-Off-Effekt, Klangcharakter usw. Pianoteq übertrifft jedes andere Software-Piano, wenn man Piano-Sounds mit individuellem Touch haben möchte. Nichts gegen Sampling-basierte Software-Pianos – ohne Frage gibt es hier großartig klingende Instrumente. Aber möchte man hier und da eine Note in der Stimmung etwas „nachziehen“, müssen herkömmliche Instrumente passen.

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Bis ins kleinste Detail individuelles Klangverhalten möglich: Im Note Edit kann man viele Klangparameter für jeden Ton einzeln einstellen.

Was bringen die Edit-Möglichkeiten von Pianoteq eigentlich?

Wer selber Sounds entwickeln will, die einen gewissen Charme sowie auch individuelle Besonderheiten besitzen, liegt bei den Edit-Möglichkeiten von Modartt Pianoteq goldrichtig. Denn man kann detailliert auf den Grundklang, das Tuning und das Klangverhalten Einfluss nehmen. Vergleichbar etwa mit einem viel gespielten Flügel in einem Jazzclub: Er mag ausgewogen klingen und – mit Glück – sogar einigermaßen gut intoniert sein, aber man entdeckt immer Merkmale, die den Sound besonders und einzigartig machen. All diese Feinheiten kann man mit Pianoteq sehr gut nachempfinden.

Virtuelles Piano-Recording

Pianoteq ist ein komplettes Piano-Recording-Studio. Außer dem Piano-Modeling selbst bildet das Software-Instrument den gesamten Recording-Prozess ab – inklusive Mikrofon-Modeling, virtueller Raum-Mikrofonierung und Effekten. Letztere enthalten Standards wie Chorus, Flanger, Delay, EQ und Kompressor und Faltungshall, welcher von der Konzerthalle bis zum Recording-Studio authentische Reverbs liefert und den WAV-Import erlaubt.

Im Menü „Sound Recording“ öffnet sich ein virtueller Aufnahmeraum, in dem sich sowohl das Instrument als auch bis zu fünf Mikrofone frei positionieren und ausrichten lassen. Selbst die Richtcharakteristiken der Mikrofonkapseln lassen sich umschalten, und es gibt die Möglichkeit bi-nauraler Kopfhörerwiedergabe, was den räumlichen Klang einer Kunstkopfaufnahme erzeugt. Mikrofonieren mit echtem Klavier und echten Mikros ist selbstverständlich noch etwas anderes, aber für Medien- und Musikproduzenten ein absolut spannendes Tool, um beliebige Aufnahmesituationen virtuell darzustellen.

Klangwunder Pianoteq

Modartt Pianoteq ist ein außergewöhnliches Piano-Software-Instrument mit einzigartigen Möglichkeiten. Ein technisches Highlight zwischen den vorwiegend Sampling-basierten Software-Pianos. Die standalone oder als Plug-in lauffähige Software  für MacOS, Windows und Linux schließt die mechanische Klangerzeugung von akustischen und elektronischen Pianos sowie deren Aufnahmeprozess mit ein. Mit großem Detailreichtum lässt sich dies bis zur virtuellen Mikrofonierung ausdehnen.

Modartt Pianoteq sei ebenfalls Klavierliebhabern wärmstens empfohlen, die Interesse an historischer Musik haben. Generell finden alle Pianisten, die authentische und dynamisch realistische Akustikpianos mit dem Musikcomputer spielen möchten, mit Pianoteq ein Software-Instrument, das hinsichtlich seiner nuancierten Ausdrucksmöglichkeiten seinesgleichen sucht. Wer Piano-Sounds selber gestalten möchte greift zur Pro-Version, die maximalen Edit-Spaß bietet.

Modartt Pianoteq – Überblick

Konzept: Physical Modeling Software-Piano-Instrument
Systemanforderungen: Mac OS 10.7, ab Windows 7, Linux (x86 and ARM)
Plattform: Audio Units / VST / AAX / NKS compatible / standalone
Besonderheiten: Weitereichende Edit-Möglichkeiten, Simulation historischer Instrumente sowie E-Pianos etc.
Hersteller: Modartt

Modartt Pianoteq hören

Der britische Pianist und Musikproduzent Phil Best nutzt Pianoteq schon seit einer Weile. Im Video zeigt er neue und verbesserte Flügel-Modelle in Version Pianoteq 6. Er geht dabei nicht nur auf den Sound, sondern vor allem auf die Ausdrucksmöglichkeiten ein – bemerkenswert!

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